Winterträume erleben in St. Anton am Arlberg

Skifahren am Arlberg © besserlaengerleben

Wir haben das internationale Bergdorf, die Wiege des Wintersports besucht und viel erlebt.

Das Auto bleibt stehen – Mit dem Zug direkt ins Dorfzentrum.

St. Anton am Arlberg in Tirol gilt als attraktives Ziel für Bahnreisende aus ganz Europa. Das Bergdorf ist Railjet- Station, der Umweltgedanke setzt sich immer mehr durch. Viele Zugverbindungen von München mit Umsteigen in Innsbruck ermöglichen eine entspannte Fahrt nach St. Anton.

Urlaub ohne Auto: Von und zu allen Ortsteilen sowie umliegenden Regionen im Stanzertal pendeln regelmäßig Busse. Wer in St. Anton wohnt, erreicht aufgrund der geringen Entfernungen ohnehin alles zu Fuß und es macht richtig Spaß in der Dorfstraße zu flanieren, sich die neueste Skimode anzusehen und auch das ein oder andere zu kaufen. Zwischendurch laden Restaurants und Cafes ein Tiroler Spezialitäten zu genießen. So macht auch ein Schlechtwettertag Spaß.

Wer ohne Skiausrüstung ankommt, hat viele Möglichkeiten in den Sportgeschäften die Ausrüstung zu leihen. Hier bekommt man die neuesten Modelle für Ski und Schuh mit der besten Beratung. Den kürzesten Weg vom Sportgeschäft zur Skipiste hat man neben der Galzigbahn.

Das Arlberggebiet ist das größte Skigebiet Österreichs. Insgesamt mehr als 300 Kilometer markierte Abfahrten sowie 200 Kilometer Varianten im freien Gelände warten auf alle Schneebegeisterten. Aber auch Nichtskifahrer*innen kommen hier nicht zu kurz. So gibt es in St. Anton neben dem Skisport auch unzählige Angebote für Langlaufen, Rodeln und Winterwandern, Husky Schlittentouren, Tandemparagliding, Eislaufen & Eisstockschießen, Schneeschuhwanderungen, aber auch für Indoorsport wie Tennis, Squash, Kegeln, Klettern, Bouldern gibt es im arl.park Sportzentrum ein großes Angebot.

Kleinod der Zeitgeschichte

Für die Villa Trier in St. Anton sollte man sich Zeit nehmen, hier erfährt man alles über die Geschichte und ihre Pioniere. Der deutsche Industrielle Bernhard Trier ließ 1912 das Arlberg-Kandahar-Haus errichten indem auch Skigeschichte geschrieben wurde.

Heimatmuseum, Villa Trier © besserlaengerleben

Im ersten Stock befindet sich das Heimatmuseum. Hier kann man die Veränderung des Bergdorfes durch den Bau der Eisenbahn und des Arlbergtunnels verfolgen. Viel erfährt man auch über die Bruderschaft St.Christoph, die Geschichte der Schwabenkinder und den Skipionier Hannes Schneider.

In den wunderschönen historischen unteren Räumen befindet sich das Restaurant mit einer sehr guten Küche und der Kaminhalle, in der man auch zum Kaffee einkehren kann.

Neue Winterabenteuer im Rudel – Unterwegs mit den Huskys

Seit der Saison 2021/22 bietet die Region St. Anton am Arlberg in Kooperation mit Wild Paws Adventures erstmals geführte Husky-Touren an. Jeweils montag- und freitagvormittags begleiten Urlauber mit und ohne Kids die charakterstarken Hunde zu Fuß oder auf Kufen durch die spektakuläre Winterlandschaft des Tiroler Bergdorfs. Die Schlittenfahrten beginnen jeweils um 9 Uhr (1 bis 1,5 Std.), die Wanderungen um 11 Uhr (1,5 Std.). Anmeldung unter info@wildpaws.at oder Tel. +43 664 2300592.

Der weisse Rausch – heuer am 23. April 2022

Ein spektakuläres Rennen beschließt traditionell die Skisaison in St. Anton am Arlberg. Am 23. April 2022 lässt der legendäre Abfahrtslauf „Der weisse Rausch“ die letzten Muskeln des Winters glühen, wenn 555 Athleten aus aller Welt nach Massenstart am Vallugagrat gleichzeitig auf neun Kilometern unpräparierter Piste ins Tal stürzen. Dabei mischen sich große Ambitionen und olympische Gedanken: Denn einige haben eine Medaille im Visier, andere genießen den Trubel in gemächlicherem Tempo. Wie wäre es dabei zu sein, oder das größte Skispektakel zu erleben?

Alpine Wellness auf Winterwanderwegen – das muss man erleben

Winterwandern© TVB S.t-Anton am Arlberg Christoph Schöch

Winterlandschaften einmal anders erleben: Knirschender Schnee unter den Füßen, wohltuendes Bergklima und Höhentraining inklusive: In und um St. Anton am Arlberg können Winterwanderer insgesamt 80 Kilometer Strecke erlaufen. Dabei gibt es verschiedene Wegvarianten, etwa ins Naherholungsgebiet Verwall an dem romantischen Flüsschen Rosanna entlang.

Das gemütliche Gasthaus Wagner Hütte ist Treffpunkt für Einheimische und Besucher, die das idyllische Tal spazierend, mit Schneeschuhen oder Langlaufski erkunden. Neben zwei gemütlichen Stuben, Wintergarten und Terrasse verfügt die Wagner Hütte über Seminar- und Tagungsräume. Öffnungszeiten im Winter: täglich von 10 bis 17 Uhr.

Wagner Hütte © besserlaengeleben

Ein Treffpunkt zum Einkehren ist die Sennhütte oder im Berggasthof Almfrieden (1.530 Meter) oberhalb von Pettneu oder auch zwischen den Bergstationen von Galzig- und St. Christophbahn. Wer Lust auf eine urige Schneeschuhwanderung durch tiefverschneite Landschaften hat, sollte einen ausgebildeten Guide bei den Skischulen buchen. Skifahren hat einmal Pause.

Auf Umwelt wird im Arlberg Skigebiet geachtet

Insgesamt 88 Prozent der Pisten in St. Anton am Arlberg sind beschneibar. Die Kristalle, die Kanonen ins Skigebiet pusten, sind sogar sauberer als Naturschnee, denn sie bestehen lediglich aus Wasser in Trinkqualität und Luft. Für ganz Tirol gelten diese strengen Vorschriften, nach denen keinerlei Chemikalien zugesetzt werden dürfen. Wenn das Schmelzwasser des Kunstschnees dann im Frühling in die Bäche und Flüsse fließt, wird es der Natur zurückgeführt. Das Bachwasser wiederum unterstützt die Energiegewinnung im Tal, die im folgenden Winter unter anderem erneut für Beschneiungsanlagen genutzt wird – ein durchgehend umweltfreundlicher Kreislauf. Nach dem Grundsatz „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ erfassen die Pistenmaschinen durch ein integriertes GPS-System in Echtzeit die exakte Schneehöhe und helfen so bei einer noch effektiveren, naturschonenden Beschneiung.

Galzig Stanzertal ©TVB St. Anton am Arlberg_Patrick Bätz

Fünftgrößtes Skigebiet der Welt

Wir haben einen besonderen Skitag geplant, die Skirunde Run of Fame – In Erinnerung an Arlberger Legenden. St. Anton am Arlberg ist gemeinsam mit St. Christoph, Stuben, Lech, Zürs, Warth und Schröcken das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs und gleichzeitig das fünftgrößte der Welt. Die Skirunde „Run of Fame“ macht die ganze Dimension der Region für Urlauber spürbar. Ganz gleich, wo man in die Tour einsteigt – Infotafeln und Markierungen zu Ehren heimischer Abfahrtslegenden weisen den Weg über die 85 Kilometer lange Strecke mit 18.000 Höhenmetern. Die Bergstation d,er Flexenbahn zwischen Stuben/Rauz und Zürs beherbergt zudem eine „Hall of Fame“, in der Sie historische Momente und Arlberger Skistars bei einer kostenlosen Ausstellung erleben.

Bestens gepflegte Pisten – wie ein Teppich – begeistern jeden Skifahrer und Skifahrerin. Unbedingt gehört eine Fahrt auf die Valluga oder die Abfahrt entlang der Renntrecke vom  Kapell und vom Galzig, direkt vom Ort mit der Galzigbahn zu erreichen, oder ein Ski-Ausflug nach Zürs. Wer an seiner Skitechnik feilen will oder einmal einen Ausflug ins Gelände unternehmen will, muss einen Skilehrer buchen. Er oder Sie zeigt Ihnen Pisten und Geländeabfahrten, die  sie sonst nie erleben würden. Ihr Ski Guide ist nicht nur Ihr Begleiter, er kennt auch die schönsten Hütten zum Einkehren. Unser Geheimtipp, die Verwallstube am Galzig. Aber unbedingt vorher einen Tisch reservieren. Eine Haubenküche erwartet Sie und der Chef Manfred Fahrner hat so einige Geschichten parat.

Bevor wir uns verplaudern, starten wir in unsere Nachmittagsrunde. Schon ist es Zeit zum Aufhören. So schnell vergeht ein Skitag in St. Anton am Arlberg und es ist Zeit für das obligate nachmittags-Wellness in unserem Hotel Post.

St. Anton am Arlberg hat so viel noch zu bieten, dass eine Woche wie im Flug vergeht. Besser wären gleich zwei Wochen, eine Art Winterfrische zur Erholung. Lassen Sie sich von unserem Bericht zu einigen Aktivitäten inspirieren.

Wir kommen sicher wieder!

1 Kommentar

  1. Super Bericht. Wusste gar nicht dass es neben dem Skifahren am Arlberg so viele Alternativen gibt. Beim nächsten St. Anton Urlaub steht eine Husky Tour an.
    LG aus Garmisch

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