Radfahren auf dem historischen Mönchsweg

Tagestouren mit dem Rad

Radfahrer im Klosterpark Harsefeld
Radfahrer im Klosterpark Harsefeld © Mönchsweg e.V./Andreas Dittmer

Aufsteigen und sich den Wind um die Nase wehen lassen.

Radfahren auf dem historischen Mönchsweg. Das Eintauchen in die Natur kann besonders in dieser Zeit eine wohltuende und willkommene Abwechslung sein. Raus aus den eigenen vier Wänden, wenn das Wetter dazu einlädt. Wer keine Reise planen möchte, kann trotzdem zwischendurch „auschecken“. Am Radfernweg Mönchsweg von Bremen nach Fehmarn gibt es mehrere Möglichkeiten, die eintägige Flucht ins Grüne mit entspannter Hin- und Rückfahrt per Bahn anzutreten.

„Durch Bewegung kombiniert mit Orten und Zeiten der Stille finden viele Menschen echte Erholung. Die 530 Kilometer lange Route führt zu 100 jahrhundertealten Kirchen und durch nahezu alle Landschaftstypen Norddeutschlands. Auch an nur einem Tag gibt es viel zu entdecken.“ erklärt Dagmar Ott von der Geschäftsstelle Mönchsweg.

Es ist eine perfekte Kombination von Natur, Kultur, frischer Luft, zufälligen Begegnungen. Und durch die Vielzahl der Bahnhöfe an der Strecke einfach umzusetzen.

Der Mönchsweg – in Niedersachsen

Der Mönchsweg beginnt am St. Petri Dom in Bremen und führt durch Niedersachsen bis zur Elbfähre in Wischhafen vorbei an besonderen Feld- und Backsteinkirchen. Im weiteren Verlauf des Weges können die, nach dem Märtyrer Vitus benannten, Kirchen in Zeven und in Heeslingen besucht werden. In den Weiten der Stader Geest sehen Sie die St. Marien- und Bartholomäikirche in Harsefeld bereits aus der Ferne.

Die Liebfrauenkirche von Horneburg wurde einst auf Moorboden errichtet, um sie nahe am Burgtor zu platzieren. Die Türme der zehn Kirchen im Alten Land stehen neben den Kirchen, da der Boden ihre Last sonst nicht tragen würde. Schließlich sind die  St. Wilhadi-Kirche mit ihrem „Schiefen Turm von Stade“ oder die Ss. Cosmae und Damiani-Kirche mit ihrem achteckigen Turm einen Besuch wert.

Seien Sie dem Himmel nahe in der St. Marienkirche Himmelpforten, die sich am Standort des ehemaligen Klosters „Porta Coelhi“ befindet,  bevor Sie weiter durch das Marschland nach Wischhafen radeln und nach der Elbüberquerung den Weg in Schleswig-Holstein fortsetzen.

Von Glückstadt schlängelt sich der Mönchsweg den Störbogen entlang über Itzehoe mit seinem Zisterzienser-Kloster und der St. Laurentii-Kirche vorbei am Schloss Breitenburg durch den Kreis Steinburg. Über Kellinghusen und die Waldkapelle Mönkloh geht es weiter nach Bad Bramstedt. Von dort aus führt der Weg – vorbei am Wildpark Eekholt – bis nach Bad Segeberg, wo das Augustiner-Chorherren-Kloster und St. Marien besichtigt werden können.

Auf den Spuren von Vicelin begibt sich der Mönchsweg über die Vicelinkirchen in Börnhöved und Bosau bis zur St. Johanneskirche nach Oldenburg, das einst Bischofssitz des norddeutschen Missionars war. Besondere Beachtung bis zum Endpunkt in Puttgarden verdienen das Benediktiner-Kloster und die Klosterkirche in Cismar.

Kostenlose Mönchsweg-App

Für den Streckenabschnitt in Schleswig-Holstein liefert die kostenlose Mönchsweg-App vier Tourenbeschreibungen inklusive Bahn-Fahrtzeiten ab Hamburg, Lübeck oder Kiel. Start- bzw. Endpunkte am Mönchsweg sind u. a. Glückstadt, Bad Bramstedt, Plön, Eutin, Neustadt i. H. und Großenbrode. Zwischen 35 und 70 Kilometern variiert die Länge der Radtouren. Die App bietet außerdem eine Karte mit Standortverfolgung und informiert zu den Kirchen am Weg, weiteren Sehenswürdigkeiten, verlockenden Einkehrmöglichkeiten und vielem mehr.

Wen es aus Hamburg über die Elbe zieht, der kommt mit der S3 in rund 45 Minuten nach Horneburg oder mit der Regionalbahn in knapp einer Stunde nach Harsefeld. Beide Orte liegen mitten im größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Nordeuropas und direkt am Mönchsweg. Vielseitige Natur- und Kulturgeschichte, weite Blicke vom Elbdeich und herrliche Plätze zum Ausruhen werden im Alten Land geboten.

Von Harsefeld sind es knapp 50 Kilometer bis nach Himmelpforten oder 33 Kilometer bis Stade. Die Rückfahrt nach Hamburg dauert eine knappe Stunde. Ab Bremen führt die Tour auf 35 Kilometern durch die Wümmeniederung und nach Fischerhude. Die 20-minütige Rücktour ab Ottersberg ist auch am Wochenende stündlich möglich.

Der Mönchsweg ist durchgehend in beide Richtungen beschildert. Die Mitnahme des Radtourenbuchs Mönchsweg mit Karten und vielen Tipps ist zu empfehlen (14,90 €, Verlag Esterbauer). Mehr Informationen auf www.moenchsweg.de . Mönchsweg-Broschüre kostenlos anfordern über info@moenchsweg.de oder T. 0431- 128 508 73.

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