Eine Radtour im „magischen Burgendreieck“

Wandern und Radfahren in Ostbayern

Goldener Herbst in Ostbayern
Herbstwanderungen © obx-news:Tourismusverband Ostbayern

Historische Sagenschätze und goldene Herbstromantik im Regental.

Eine Radtour im „magischen Burgendreieck“. Die rund 150 Kilometer lange Regental-Route ist Teil des europäischen Fernweges von München über Regensburg nach Prag – und erfreut sich bei Wanderern und Radfahrern gerade jetzt im Herbst wachsender Beliebtheit.

Burgen und Schlösser besichtigen

Unter Wanderern gelten die Touren durch das romantische Regental nördlich von Regensburg seit jeher als Geheimtipp: Zahlreiche Sagen ranken sich um die nicht weniger als zehn Burgen und Schlösser, die sich an den Flussufern allein auf dem rund 25 Kilometer langen Stromabschnitt zwischen Regenstauf (Kreis Regensburg) und Nittenau (Kreis Schwandorf) befinden. Eine der seit Generationen überlieferten Geschichten dreht sich beispielsweise um eine besondere Felsformation, die aufmerksame Wanderer in der Nähe von Karlstein entdecken: den „Riesensprung“. Diese soll, sagt der Sagenexperte Gerhard Besenhard, den Zehenabdruck eines Riesen darstellen.

Überlieferte Sagen hautnah erleben

„Als die Erde noch nicht ganz ausgehärtet war, lebten in der Oberpfalz viele Riesen. Einer davon sprang von dort nach Regensburg. Dabei hinterließ er einen Abdruck im Felsen“, berichtet Besenhard. In einem neuen Wanderguide hat der zertifizierte Natur- und Landschaftsführer Höhepunkte am Wegesrand der Routen durch das Regental zusammengetragen. Darin erinnert er auch an die Historie des „Wassersteins“, einer keltischen Kultstätte am Regen. Heute lässt sich der mächtige moosbedeckte Felsbrocken, der einst den Kelten zur mentalen Erbauung gedient haben soll, per Holzstiege auch von oben betrachten.

Die Quelle des Regen an der tschechischen Grenze

Der Regen, der an seinen Ufern auch viele gemütliche Einkehrmöglichkeiten bietet, lässt sich nicht nur erwandern, sondern auch per Rad erkunden: Der Regental-Radweg führt auf einer Strecke von rund 150 Kilometern von Regensburg aus über Nittenau, Roding und Cham nach Miltach und dann weiter durch den Bayerischen Wald bis nach Bayerisch Eisenstein. Dort befindet sich in der Nähe der bayerisch-tschechischen Grenze die Quelle des Regens, der in Regensburg in die Donau mündet. Der Regental-Radweg ist Teil des Fernradwegs München-Regensburg-Prag. Das „magische Burgendreieck“ im Regental mit der Geisterburg Stockenfels, der Burg Hof am Regen sowie Schloss Stefling und Nittenau ist bei Besuchern besonders beliebt. Der „Wanderführer Regental“ (Gietl-Verlag, 14,90 Euro) rückt diesen Abschnitt, seine Geschichte und Geschichten erstmals besonders in den Fokus.

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