Haustiernamen als Passwörter sind Leichtes Spiel für Hacker

Gute Passwörter bestehen aus Zeichen und Buchstaben

Foto: pixelio.de Rainer Sturm

Mehr Sicherheit durch regelmäßige Passwort-Änderung.

Security-Experten empfehlen Kombination aus Zeichen und Buchstaben. Wenn es um die Auswahl eines Online-Passwortes geht, steht der Name des eignen Haustieres neben einem wichtigen Datum wie dem Hochzeitstag bei den Usern mit Abstand an erster Stelle. Zu diesem Schluss kommt eine britische Studie, die von Google Apps http://bit.ly/16HLLRV durchgeführt wurde. Den Forschern zufolge haben Cyberkriminelle aufgrund dieser Erkenntnis ein leichtes Spiel, wenn es um das Hacken eines fremden Accounts geht.

Echte Wörter nicht ratsam

„Grundsätzlich ist es sicherer, für verschiedene Portale unterschiedliche Passwörter zu verwenden, die generell keine echten Wörter sein sollten. Empfehlenswert ist stattdessen vor allem eine Kombination aus Zeichen und Buchstaben“, erklärt G-Data-Sprecher Thorsten Urbanski http://gdata.de im Gespräch. Für Unternehmen wäre es zudem ratsam, Passwörter alle vier bis sechs Wochen zu ändern.

Nahezu die Hälfte der 2.000 Befragten gibt an, sich die wichtigen Passwörter als Gedächtnisstütze aufzuschreiben. „Es ist nachvollziehbar, dass der Privatanwender den Überblick über seine Passwörter bewahren möchte. Daher rate ich, eine Liste der wichtigsten anzulegen und diese auf dem Rechner verschlüsselt zu speichern“, empfiehlt Urbanski. Sollte der Computer nämlich von einem Virus infiziert sein, so hätten Hacker dennoch keinen Zugriff auf die Passwörter.

Zugangswörter leicht zu erraten

Den Ergebnissen zufolge kennen mehr als 50 Prozent der Umfrageteilnehmer jemanden, dessen Account bereits gehackt worden ist. Ein Sechstel gesteht zudem, schon einmal ein fremdes Passwort erraten und damit Zugriff auf das jeweilige Benutzerkonto genommen zu haben. In diese Kategorie fallen insbesondere Partner und Expartner. Darüber hinaus hat ein Zehntel der Probanden auch schon das Passwort eines Arbeitskollegen in Erfahrung gebracht.

 

pte

 

6 Kommentare

  1. Ich hätte nicht gedacht, dass tatsächlich so viele schon Opfer von Hacker-Angriffen geworden sind. Ich versuche bereits, keine Passwörter mit persönlichem Bezug mehr zu wählen, aber bei so vielen Konten und Applikationen, die alle einen Benutzernamen und ein Passwort verlangen, weigere ich mich doch, jedes Mal einen neuen Code zu erfinden. Das kann sich doch niemand merken!

  2. Da stimme ich zu… Früher konnten meine Passwörter sicher innerhalb von Minuten geknackt werden. Seit ich aber selbst aus meinem Bekanntenkreis von einigen Vorfällen gehört habe, bin ich vorsichtiger geworden. Ich habe nun ein 10-stelliges, randomisiertes Passwort, das ich ohne Bedenken bei allen meinen Konten verwende. LG

  3. Ich muss sagen, ich habe meine Passwörter auch aufgeschrieben… Allerdings ganz „oldschool“ auf einem kleinen Zettel, den ich an einem sicheren Ort versteckt halte :-) So kann sicher niemand meine Daten klauen!

  4. Wer nimmt denn auch sein Haustier als Passwort? Man kann sich doch denken, dass jemand der alle Bellos, Lillis und Balus durchprobiert, recht schnell auf dessen Daten zugreifen kann …

  5. Ich denke ehrlich gesagt, dass Firmen momentan das größere Problem mit Hackern haben. An deren Daten zu gelangen ist sicher lohnender, als die Email-Konten von Privatpersonen zu hacken. Sicher gibt es viele Viren, die den PC befallen können, aber mit einem einigermaßen sicheren Passwort und gesundem Menschenverstand sollte ich meine Privatsphäre doch schützen können!

  6. Es stimmt sicher, dass Firmen mehr im Kreuzfeuer sind und härtere Sicherheitsstandards benötigen. Aber auch verschlüsselte Dateien, die über Mails auf Handys und Laptops gelangen und automatisch das System zu knacken versuchen, sind eine reale Gefahr. Wer die Daten einer Person hat, kann damit vielleicht noch nicht viel anstellen, aber bei mehreren Tausend Opfern von Hacker-Angriffen sieht das schon anders aus.

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