Gartenarbeit vor dem ersten Frost

Verblühte Pflanzen im Herbst nicht zurückschneiden

Sonnenblumen im Herbst
Sonnenblumen im Herbst © besserlaengerleben.de

Die schönen Herbsttage verbringen viele Gartenbesitzer bei der Arbeit im Garten.

Gartenarbeit vor dem ersten Frost. Für einen gepflegten Garten muss man zum richtigen Zeitpunkt säen, düngen, ernten und schneiden. Im Herbst wird der Garten für den Winter vorbereitet. Laub wird entfernt und weggefahren, Stauden zurückgeschnitten, Äste und Reisig gehäckselt. Am Ende sieht alles aufgeräumt und ordentlich aus. Das Ordnungsgefühl der Menschen findet in der Natur aber leider wenig Anklang. Wenn Laub- oder Reisigabfälle verschwinden, verlieren Igel und andere Tiere einen Ort zum Überwintern. Mit jeder welken Staude, die zurückgeschnitten wird, haben nützliche Insekten kein Zuhause mehr. Um die natürliche Vielfalt zu unterstützen und zu fördern, ist es viel besser und einfacher, weniger zu tun.

Hier einige Tipps. Es gibt etliche Pflanzen, denen ein Rückschnitt im Frühjahr nichts ausmacht. Dazu gehören fast alle Herbstblüher wie Prachtscharte, Eisenhut, Fette Henne, Aster und Chrystantheme.

„Wenn Stauden und andere Blütenpflanzen im Herbst nicht zurückgeschnitten werden, sind sie besser vor Frost geschützt. Vor allem aber können sich Vögel im Winter von den Samen ernähren und Insekten in den Stängeln überwintern,“ sagt Sabine Klingelhöfer vom Gartenexpten Neudorff.

Ein Wildblumen Beet anlegen

Wer Blütenpflanzen im Herbst stehen lässt, hilft vielen Pflanzen und Nützlingen. Um darüber hinaus etwas für die Artenvielfalt heimischer Insekten zu tun, empfiehlt es sich, jetzt spezielle Wildblumenmischungen auszusäen. Die Samenmischung Wildgärtner Freude „Bienengarten“ beispielsweise enthält 25 verschiedene bienen- und hummelfreundliche Trachtpflanzen wie Moschusmalve, Wiesenflockenblume und Natternkopf, die alle reich an Pollen und Nektar sind. Die Pflanzen wachsen auf Beeten und an Wegrändern. Sie brauchen keine Düngung und nur einen Schnitt im Frühsommer sowie zum Ausgang des Winters. Die mehrjährige Mischung blüht von Mai bis September. Wird die Wiese erst nach dem Winter gemäht, bietet sie vielen Wildbienen ein gutes Überwinterungsquartier.

Rosen auf den Winter vorbereiten

Die Königin der Blumen mag keinen Frost. Es empfiehlt sich deshalb, die schönen Gewächse vor Kälte zu schützen. Hier einige Tipps. Rosen nicht mehr zurückschneiden, wenn Frostgefahr droht. Ein Formschnitt erfolgt immer im Frühjahr. Beim letzten Schnitt der Saison werden lediglich verwelkte Blüten entfernt. Rund um den Rosenstamm 10 bis 20 cm Erde anhäufen. Empfehlenswert ist die torffreie RosenErde, die speziell auf die Bedürfnisse der stolzen Pflanzen abgestimmt ist. Die zusätzliche Erdschicht hält Frost von den Wurzeln fern.

Ergänzend empfiehlt es sich, die Krone von Hochstämmchen mit Fichtenreisig auszustopfen und mit Jutetüchern oder Jutesäcken zu umwickeln. Unter dem Naturmaterial bildet sich kein Kondenswasser.

„Die Hülle hält nicht nur Kälte, sondern auch Licht ab. Das ist wichtig, da Rosen mitunter von einer intensiven Wintersonne irritiert sind und dann zu früh anfangen, neue Triebe zu bilden“sagt Sabine Klingelhöfer.

Rosen ab August nicht mehr düngen. Denn auch dadurch wachsen neue Triebe, die bis zum Winter noch nicht weit genug entwickelt sind, um frostige Temperaturen zu überstehen. Rosen in Kübeln können draußen an geschützten Stellen überwintern. Es ist sinnvoll, sie mit einem Schutzvlies zu umwickeln und nicht direkt auf einen Steinboden zu stellen, um sie vor Frost von unten zu schützen. Nicht vergessen, gelegentlich vorsichtig zu gießen. Untersetzer entfernen, damit es keine Staunässe gibt.

Weitere Informationen und Tipps unter www.neudorff.de

txn

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