Zahnimplantate – die bewährte Alternative für neue Lebensqualität

Foto: berwis/pixelio.de

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Damit das Lächeln wieder leichter fällt.

Schöne und gesunde Zähne zu haben, wünschen sich die meisten Menschen, aber selbst bei allerbester Pflege bleibt unser Gebiss nicht ein Leben lang vollständig erhalten. Damit das Lächeln wieder leichter fällt, verwendet die moderne Oralchirurgie heute hochwertige Implantate, die den Patienten das sichere Gefühl geben, festsitzende Zähne zu haben. Im Gegensatz zum herausnehmbaren Zahnersatz oder einer Vollprothese haben Implantate den Vorteil, dass sie ihren Trägern nicht nur den guten Biss wiedergeben, sondern von ihrer Optik her viel natürlicher wirken.

In welchen Fällen ist ein Zahnimplantat sinnvoll?

Verschiedene Faktoren sind für die Beantwortung dieser Frage entscheidend. Dr. Seidel, Zahnarzt aus Berlin, unterscheidet vier wesentliche Gründe, wann über eine mögliche Implantation nachgedacht werden sollte.

– Einzelimplantate: Zähne, die durch Kariesbefall bzw. einen Unfall verloren wurden, lassen sich mithilfe eines Implantats ersetzen.
– Brückenlösung: Zwei Implantate dienen als Stützpfeiler, um die Lücke von mindestens zwei fehlenden Zähnen zu schließen.
– Auffüllen von bereits reduzierten Zahnreihen in Kombination mit dem Setzen von Pfeilern, mit deren Hilfe sich ein späterer Zahnersatz abstützen kann.
– Vollersatzimplantate: Im Ober- und Unterkiefer werden jeweils vier Implantate eingebracht, um den Festsitz einer Zahnprothese zu gewährleisten.

Für Patienten, die einen vollständig zahnlosen Unterkiefer aufweisen, bei der eine traditionelle Vollprothese keine ausreichende Stabilität bzw. Saughaftung erwarten lässt, besteht nach ärztlicher Auffassung eine uneingeschränkte Indikation für die Implantation des erforderlichen Zahnersatzes.

Ablauf einer Implantatbehandlung

Vor einer Versorgung mit Zahnimplantaten erfolgt eine ausführliche allgemeingesundheitliche und zahnmedizinische Diagnostik in Verbindung mit der Aufklärung des Patienten über den Behandlungsverlauf. Danach wird unter Berücksichtigung der ermittelten Ausgangssituation folgender Ablauf geplant:

– Selektion von Zähnen, die nicht erhaltungswürdig sind;
– Bei diagnostizierter Rückbildung des Kiefers erfolgt ein zielgerichteter Knochenaufbau;
– Abdrucknahme oder Erstellung eines individuellen, plastischen Zahnmodells; Vorbereitung auf ein spezielles Programm der      Mundhygiene:
– Einsetzen des Implantats;
– Nach ca. dreimonatiger Einheilphase erfolgt eine Freilegung der Implantate mit einer Zahnfleischbehandlung;
– Vier Wochen später wird die Behandlung mit der prothetischen Versorgung durch das Einsetzen der Pfosten und Zahnkronen  abgeschlossen;
– In regelmäßigen Abständen schließen sich noch zwei bis drei Kontrolluntersuchungen in der Zahnarztpraxis an, um den       Wundheilungsprozess zu beobachten.

Wie lange hält ein Zahnimplantat?

Bei fachgerechter Ausführung durch einen erfahrenen Oralchirurgen ist ein hochwertiges Implantat durchaus dafür geeignet, ein ganzes Leben zu halten. Eine traditionelle Zahnbrücke hält übrigens durchschnittlich nur 15 Jahre, manchmal auch länger, womit sich der wesentlich höhere Aufwand einer Implantatversorgung durchaus rechnet. Repräsentative, wissenschaftliche Untersuchungen über einen Zeitraum von zehn Jahren haben ergeben, dass teilweise über 90 Prozent noch voll funktionsfähig sind und keinerlei Probleme beim Patienten bereiten. Die wichtigste Voraussetzung dabei spielt jedoch eine optimale Mundhygiene. Ursachen für Implantatverluste liegen meist an der mangelnden Pflege des Zahnersatzes selbst oder innerhalb des Zahnhalteapparates. Langzeitprobleme entstehen oft im Zusammenhang mit einem erhöhten Nikotinkonsum oder bei Veränderungen der Allgemeingesundheit von einzelnen Patienten, beispielsweise bei Diabetes.

Der Kostenaufwand bei der Implantatversorgung

Die Königsdisziplin des Zahnersatzes ist technisch und medizinisch mit hohem Aufwand verbunden, dementsprechend sind auch die zu erwartenden Kosten für den Patienten nicht unerheblich. Sie gliedern sich in folgende drei Bereiche:

– Vorbereitung des operativen Eingriffs mit bildgebender Diagnostik (Röntgen, CT usw.), Modellage und beratungstherapeutische Sitzungen;
– Kosten der Implantation mit Anästhesie, oralchirurgischem Eingriff und prothetischer Versorgung;
– Kosten der Nachsorge und Auswechseln von Verschleißteilen der Implantatkonstruktion;

Die genauen Kosten für einen Zahnersatz mit Implantaten sind stets individuelle Fallentscheidungen und können nicht verallgemeinert werden. Sie hängen direkt vom tatsächlich erforderlichen Aufwand für den geplanten Eingriff, aber auch vom Schwierigkeitsgrad der Operation ab. Als grobe Orientierung kann allerdings von folgenden Richtwerten ausgegangen werden:

– Implantat eines Schneide- oder Backenzahns: etwa 1.400, – bis 3.000, – Euro;
– Vier Implantate als Teilprothese aufgrund von Zahnlosigkeit: von 4.700, – bis 8.500, – Euro;

Während die privaten Krankenversicherungen den größten Teil der Behandlungskosten übernehmen, erhalten die gesetzlich versicherten Patienten einen einheitlich gewährten Festzuschuss als Regelversorgung.

 

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