Einkaufen hat sich durch Corona verändert

Umdenken in der Bevölkerung

Qualität statt Quantität © Thommy Weiss pixelio.de

In den Bereichen Fleisch und Fashion wird auf Nachhaltigkeit geachtet.

Einkaufen hat sich durch Corona verändert. Deutsche Verbraucher legen beim Kauf von Lebensmitteln und Bekleidung immer mehr Wert auf die Nachhaltigkeit der Produkte. Corona beschleunigt diese Entwicklung zusätzlich. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle „Nachhaltigkeits-Monitor“ des Handelsverbands Deutschland (HDE).

Herkunft und Qualität wichtig

„Die Kunden legen bei ihrer Kaufentscheidung im Einzelhandel stetig steigenden Wert auf nachhaltige Produktionsmethoden und die Herkunft der Waren. Ganz besonders spürbar ist das in den Bereichen Fleisch und Fashion. Der Einzelhandel reagiert mit einem immer größeren Sortiment aus den Bereichen Bio oder Fair Trade und treibt diese Entwicklung mit seinen Handelsmarken weiter voran“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Laut der Erhebung hat das Thema beim Kauf von Lebensmitteln für knapp mehr als die Hälfte der Menschen und speziell beim Kauf von Fleisch für knapp 60 Prozent eine hohe Relevanz. Und auch im Fashionmarkt liegt der Anteil der Verbraucher, denen Nachhaltigkeit beim Kauf wichtig oder sehr wichtig ist, bei knapp 50 Prozent.

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Selbstkochen in Corona-Krise

„Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass sich die Verbraucher noch stärker mit der Herkunft und der Nachhaltigkeit von Lebensmitteln auseinandergesetzt haben. Denn viele waren aufgrund der Corona-Lockdowns auf Selbstgekochtes angewiesen und haben so ihr Bewusstsein für die eigene Ernährung geschärft“, unterstreicht Genth.

2020 gaben die Deutschen pro Kopf 2.440 Euro für Lebensmittel aus, davon entfiel knapp mehr als ein Drittel auf nachhaltige Produkte. Mehr als ein Viertel der Deutschen isst täglich Fleisch oder Wurstwaren. Dabei geben die Deutschen pro Kopf und Jahr 295 Euro aus – 3,6 Prozent davon entfallen auf Biofleisch. Knapp über die Hälfte ist bereit, für Biofleisch tiefer in die Tasche zu greifen.

Bekleidungs- und Schuh-Einkäufe waren 2020 von den Folgen der Pandemie geprägt. So lagen die Pro-Kopf-Ausgaben für Fashion bei 60 Euro pro Kopf und damit deutlich unter den 69 Euro aus dem Jahr 2019. Das entspricht 35 Kleidungsstücken pro Person. 13 Prozent würden beim Kauf von Bekleidung coronabedingt mehr auf Nachhaltigkeit achten als zuvor. Nur 19 Prozent geben an, mit Leichtigkeit auf ein Kleidungsstück zu verzichten, wenn es nicht nachhaltig ist.

pte

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