Am Anfang stand ein Traum

Oma als Aupair die Welt kennenlernen

Omas unterwegs
Omas unterwegs © RainerSturm :pixelio.de

In 10 Jahren reisten viele Tausend Frauen mit Granny Aupair in über 50 Länder.

Die Kinder sind aus dem Haus, das Arbeitsleben ist zu Ende. Was nun? Ein Auslandsaufenthalt ist eine gute Gelegenheit, um neue Erfahrungen zu machen, Kontakte zu knüpfen, Impulse zu bekommen.

Am Anfang stand ein Traum

Wäre es nicht wunderbar, wenn lebenserfahrene Frauen der Generation 50 plus in die Welt aufbrechen und dabei Ländergrenzen, Sprachbarrieren und kulturelle Hürden überwinden?

Ohne Businessplan, dafür mit Mut und Engagement hat die Hamburgerin Michaela Hansen (58) vor zehn Jahren ihre Idee in die Tat umgesetzt: Mit einem Aufruf in den Medien „Oma als Aupair für Kanada gesucht“ startete die PR-Fachfrau im Januar 2010 mit ihrer Agentur Granny Aupair – damals weltweit die erste dieser Art. Wenige Monate später ging die erste Granny Aupair auf die Reise. Ziel: Kanada. Seither sind viele Tausend Grannies in über 50 Länder dieser Erde aufgebrochen, um über einen längeren Zeitraum in Familien des Gastlandes oder auch als freiwillige Helferinnen in sozialen Projekten zu leben.

„Es ist eine Win-win-Situation: Unsere Grannies erleben ein Land intensiver als einfache Touristinnen; und auch die Gastfamilien profitieren von dem Familienmitglied auf Zeit“. „Dass unser Konzept so gut ankommt, zeigt u.a. die hohe Anzahl unserer „Wiederholer“ – über 40 Prozent unserer Familien und Grannies haben sich schon mehr als einmal für Granny Aupair entschieden. Nicht selten entwickeln sich richtige, langjährige Freundschaften zwischen den Ersatzomas und „ihren“ Familien. Beide Seiten überbrücken Länder-, Kultur- und Altersgrenzen“, sagt Michaela Hansen die Gründerin der Online-Agentur.

Die älteste Granny ist 80 Jahre alt

Wer einmal als Granny Aupair unterwegs war, wird schnell vom Reisefieber der besonderen Art infiziert. So geht es auch Lily Heyen. Die älteste Granny ist im Dezember 80 Jahre alt geworden. „Ich war seit 2012 permanent unterwegs“, schwärmt die Belgierin Lily Heyen. Dabei hat Lily besonders die Abwechslung geschätzt: „Washington und Kanada waren einzigartig – aber ich war auch auf einem Bioberghof mit fünf Kindern in Tirol.“ Wenn Lily ins Erzählen kommt, möchte man sofort selbst auf die Reise gehen.

Granny Evelyn Hoffmann (70) aus Hessen war auch in den USA und Kanada, aber Shanghai und Australien haben es ihr besonders angetan. „Erst dachte ich, Shanghai sei meine Lieblingsstadt“, sagt sie. „Ich war insgesamt acht Mal dort – aber dann habe ich Melbourne für mich entdeckt. Ich fühle mich in Australien wie auf einem anderen Stern“, berichtet sie mitreißend. „Die Welt ist bunt, und als Granny Aupair taucht man tief ins Land ein, lernt die Mentalität der Menschen kennen. Was kann es Schöneres geben?“, sagt sie.

Michaela Hansen ist zu Recht stolz auf ihr Projekt und das Geburtstagskind Granny Aupair. „Unsere Philosophie ist der kulturelle Austausch. Wir bieten unternehmungslustigen, vitalen und gestandenen Frauen 50 plus die Möglichkeit, für längere Zeit ins Ausland zu gehen und dabei etwas Sinnvolles zu tun. Abseits vom touristischen Programm machen unsere Aupair Omas intensive Erfahrungen in einem fremden Land. Und was mir besonders am Herzen liegt: Wir verbinden weltweit Menschen, die sich sonst nie kennengelernt hätten“.

Happy Birthday, Granny Aupair!

ots

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