Deutschland zeigt Gesicht

Traditionell als auch innovativ

Marktplatz Roter Turm ©Thomas Ziegler Stadt Halle (Saale)

Botschafter zum Tag der Deutschen Einheit.

Zum zweiten Mal seit der Wiedervereinigung vor 31 Jahren ist Deutschland zu Gast in Sachsen-Anhalt. Mit der diesjährigen Bundesratspräsidentschaft richtet das Land auch turnusgemäß den Nationalfeiertag aus – und konzentriert sich dabei sowohl auf Tradition als auch auf Innovation. „Gemeinsam Zukunft formen“ ist das Motto, mit dem das Land auf die Chancen, Potentiale und Stärken aufmerksam machen will, die es in sich vereint und die auch Deutschland insgesamt prägen.

„Sachsen-Anhalt denkt modern, und so gehen wir auch den Tag der Deutschen Einheit an“, sagt Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff.

Die Stadt Halle (S.) verwandelt sich in eine riesige Freiluftausstellung. Im Rahmen der EinheitsEXPO präsentieren sich auf einem fünf Kilometer langen Parcours quer durch die Innenstadt alle 16 Bundesländer sowie viele Institutionen und Regionen mit eigenen Kuben.

16 Bundesländer, 32 Botschafterinnen

Gastgeberland Sachsen-Anhalt setzt bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit auf persönliche Geschichten und setzt – 31 Jahre nach der Wiedervereinigung – neue Akzente.

Auf Initiative Sachsen-Anhalts hat jedes Bundesland zum Tag der Deutschen Einheit zwei Einheitsbotschafter ernannt.

Statt die deutsche Geschichte nur an Institutionen, Denkmälern und Gebäuden erlebbar machen zu wollen, hat Sachsen-Anhalt zusätzlich einen ganz persönlichen Weg eingeschlagen: Jeweils zwei Botschafter aus jedem Bundesland werden Sachsen-Anhalt vom 30. September bis 3. Oktober besuchen und ihrer Heimat so ein Gesicht und eine individuelle Geschichte verleihen. Ausgewählt wurden Menschen, die stellvertretend für Erfolge, Chancen und Herausforderungen der Deutschen Einheit stehen und Deutschland so als vielfältiges, offenes und kreatives Land präsentieren. Egal ob Model, Boxer, Schülerin, Geschäftsmann oder Kreativschaffende: In der Diversität der Botschafterinnen und Botschafter spiegelt sich Deutschland als buntes und tolerantes Land der Einheit.

Es sind Bürgerinnen und Bürger, die beschreiben, was für sie Deutschland ist, was die Deutsche Einheit für sie bedeutet. Sie erzählen, welches Projekt, welche Familiengründung, welches Erlebnis ohne die deutsche Einheit vielleicht nicht möglich gewesen wäre. So werden Bürgerinnen und Bürger mit ihren Geschichten und ihren Eindrücken in den Fokus der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit gerückt.

„Die Einheitsbotschafterinnen und Einheitsbotschafter sind rund um den Tag der Deutschen Einheit die Gesichter ihrer jeweiligen Heimatländer und stehen stellvertretend für Erfolge, Chancen sowie Herausforderungen der deutschen Einheit“, sagt Bundesratspräsident Dr. Reiner Haseloff.

Dabei sei es unwichtig, ob die Botschafterinnen und Botschafter auch in dem Bundesland geboren oder aufgewachsen sind – entscheidend sei eher, dass sie sich in ihrer neuen Heimat wohlfühlen und alle in Deutschland lebenden Menschen repräsentieren.

Deutschland ist vielfältig

Die Geschichten der Einheitsbotschafter zeigen, wie vielfältig Deutschland und seine Bürgerinnen und Bürger sind. Und: dass jedes Bundesland seinen ganz eigenen Charme hat. Katja Matthes, die aus Berlin stammt und Schleswig-Holstein als Botschafterin präsentiert, schwärmt vom Urlaubsgefühl, das ihr ihre Wahlheimat geschenkt hat. Für Dilek Gürsoy, Einheitsbotschafterin aus Nordrhein-Westfalen, sind es die Menschen und der Fußball, die ihr Bundesland so besonders machen.

Was denken die Botschafterinnen und Botschafter heute über die Einheit?

Was wünschen sie sich und wo besteht in ihren Augen das Potenzial, noch enger zusammenzuwachsen? Der 18-jährige Serdar Ugurlu, einer der Einheitsbotschafter Bremens, erzählt beispielsweise von einem Videoprojekt, das er angestoßen habe, um die unsichtbare Mauer, die in den Köpfen mancher Zeitzeugen auch heute noch bestehe, einzureißen. Der Boxer Axel Schulz dagegen, der gemeinsam mit Model Franziska Knuppe das Einheits-Duo für Brandenburg bildet, wünscht sich, dass die „unsägliche Ossi/Wessi-Debatte“ endlich überholt sein möge.

 

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