90 Jahre Popmusikgeschichte in Deutschland

Musik bringt Menschen in Bewegung

Popmusik in Deutschland © Luise Karwofsky

Popmusik ist überall und nun sogar museumsreif.

Die neue Ausstellung „Oh Yeah! Popmusik in Deutschland“ des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig führt die Besucher wie eine Radiosendung durch über 90 Jahre Popmusik in Deutschland – vom Swing der 1920er-Jahre über die Beat-Ära, Punk, Neue Deutsche Welle, Techno und Hip-Hop bis zu heutigen Stilrichtungen. Auch die Musikentwicklung in der DDR wird dabei beleuchtet.

Jeder hört sie, ob bewusst oder nur nebenbei. Sie tönt aus dem Radio, untermalt Filme, begleitet beim Einkaufen und bringt die Menschen in Bewegung. Doch Popmusik ist mehr als das! Mit ihr werden Erinnerungen wach, sowohl individuelle als auch kollektive. Die Ausstellung „Oh Yeah“ geht den Fragen nach, welche Stile die Musik zu unterschiedlichen Zeiten in Ost und West prägten und wie sich Popmusik und gesellschaftliches Leben gegenseitig beeinflussten.

Die Besucher begeben sich auf eine musikalische Zeitreise

Mit Kopfhörern tauchen die Besucher ein in die ereignisreiche und vielschichtige Welt des Pop. Wie durch eine dreidimensionale Radiosendung führen zwei Moderatoren durch 90 Jahre deutsche Popmusikgeschichte. An zahlreichen Soundstationen, die sich jeweils mit einer Musikepoche beschäftigen, können sich die Besucher einstöpseln und Radio-Spots sowie die Musik der Zeit erleben. Die Informationstafeln sind wie überdimensional große, aufgeklappte CD-Hüllen gestaltet und enthalten neben Wissenswertem zur Musikrichtung auch einzigartige Ausstellungsobjekte, Radio-und Filmbeiträge sowie Soundstationen mit passenden Musiktiteln, die die Besucher auf eine Zeitreise in die Musikgeschichte entführen. Dabei werden nicht nur Hits präsentiert: Auch Vergessenes und Kurioses wie den von Trio-Frontmann Stefan Remmler eigenhändig verzierten Anzug oder den skandalösen „Liebe ist für alle da“-Fankoffer von Rammstein gibt es zu entdecken.

Der musikalische Weg beginnt in den 1920er-Jahren

Das Herzstück der Ausstellung ist die Main Road, die wie eine Straße durch die Ausstellung führt. Anschaulich vermittelt sie den kulturellen Background der jeweiligen Popmusik-Epochen. Der musikalische Trip beginnt Mitte der 1920er-Jahre und führt bis zur Wave-Gotik-Szene. Entlang der Main Road säumt die Sound Lounge den Ausstellungsrundgang und lädt zum Hören und Entspannen ein. Sie ergänzt die Klangerlebnisse der Main Road durch 60 weitere Songs – von Marlene Dietrich bis Helene Fischer. Erinnerungen werden auch beim Anblick der zahlreichen Plakate, Platten- und CD-Cover im „Backstagebereich“ der Ausstellung wieder lebendig. Insgesamt können mit dem Kopfhörer 90 Musiktitel sowie weiter 90 Radio-und Filmbeiträge auf einem Rundgang durch die Ausstellung entdeckt werden. Auf diesem Trip begegnen die Besucher mehr als 140 Interpreten aus Deutschlands popkultureller Musikvergangenheit.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung bietet auch denjenigen, die sich aktiv in Sachen Popmusik selbst versuchen möchten, vielfältige Möglichkeiten, darunter musikalische Aktivführungen, verschiedene Musikworkshops für Familien und Ferienkinder, musikalische Zeitreisen durch die DDR. Weitere Highlights sind Tanzworkshops und das Special für weihnachtliche Gruppenveranstaltungen. Der Eintritt beträgt 5 Euro und ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Die Ausstellung kann von Dienstag bis Donnerstag besichtigt werden.

Zur Ausstellung: „Oh Yeah! Popmusik in Deutschland“ entstand nach einem Konzept des Museums für Kommunikation in Bern und unter der Federführung des Focke-Museums Bremen, in enger Zusammenarbeit mit Radio Bremen und dem Berliner Gestaltungsbüro gewerkdesign.

Weitere Informationen: https://www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de/ausstellungen/aktuell

Zu den Highlights gehören Tanzworkshops und das Special für weihnachtliche Gruppenveranstaltungen. Der Eintritt beträgt 5 Euro und ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Die Ausstellung kann von Dienstag bis Donnerstag besichtigt werden.

Die vor Kurzem eröffnete Schau befindet sich im Böttchergässchen 3 und ist bis zum 12. Mai 2019 zu sehen.

pts

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