Pastiera Napoletana – ein italienischer Osterkuchen

Ein Kuchen nach italienischer Tradition

Pastiera Napoletana - ein italienischer Osterkuchen © ENIT

Ein Rezept von Pellegrino Artusi aus der italienische Küche.

Auch wenn Reisen leider bis auf Weiteres nicht möglich sind, holen wir uns ein bisschen Italien nach Hause. Mit dem Kuchen „Pastiera Napoletana“ – ein typischer Osterkuchen aus Kampanien, erleben wir den Duft und den Geschmack Italiens und können träumen vom nächsten Urlaub.

altes Kochbuch aus Italien
Kochbuch: „Die Kunst gut zu essen“ von Pellegrino Artusi

Das erste italienische Kochbuch, das noch heute in vielen Haushalten des Stiefels in der Küche steht, geht auf Pellegrino Artusi zurück, der vor 100 Jahren in Forlimpoli das Licht der Welt erblickte.  Da es bis dato keine Kochbücher in italienischer Sprache gab, sondern wenn überhaupt, nur regionale Sammelsurien in Dialekt, machte er sich ans Werk und sammelte u.a. auf seinen Reisen 475 Rezepte aus allen Regionen, die er in dem Kochbuch „L’arte di mangiar bene“ („Die Kunst gut zu essen“) im Eigenverlag herausbrachte.

Das Buch fand große Resonanz und er erhielt zahlreiche Briefe mit weiteren Rezepten, die wiederum in die nächste Ausgabe mit aufgenommen wurden. So entstand ein Kochbuch, das im Grunde von den Hausfrauen und Köchinnen selbst geschrieben wurde. Im Kochbuch sind Originalrezepte aus allen 20 italienischen Regionen zusammengestellt, die auch heute noch gerne zubereitet werden.

Hier das Rezept für „Pastiera Napoletana“ zum Nachbacken.

Zutaten für den Teig:

– 500 g gesiebtes Mehl

– 1 Prise Salz

– 3 Eier

– 200 g Zucker

– 1 Zitrone

– 200 g Schmalz oder Butter

– Für die Füllung:

– 400–450 g gekochter Weizen (1 Dose)

– 250 ml Vollmilch

– 30–40 g Butter

– 1 Zitrone

– 700 g frischer Ricotta

– 500 g Zucker

– 2 Tüten Vanillearoma

– 1 Prise Zimt

– 4 EL Orangenblütenwasser

– ½ Zitrone

– 5 Eier + 2 Eigelb

– 100 g Zitronat

– Puderzucker

Die Zubereitung:

Für den Mürbeteig Mehl auf die Arbeitsfläche sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Diese mit einer Prise Salz, Eiern, Zucker, geriebener Zitronenschale und Schmalz bzw. Butter  füllen. Alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten, zu einer Kugel formen und eine Stunde ruhen lassen. Inzwischen Milch mit Weizen, Butter und der geriebenen Schale einer Zitrone in einem Topf bei schwacher Hitze etwa 20–30 Minuten köcheln lassen, bis eine cremige Masse entsteht. Abkühlen lassen. Für die Füllung den Ricotta mit der Hälfte des Zuckers, Vanillearoma, Zimt, Orangenblütenwasser und der abgeriebenen Schale einer halben Zitrone vermengen und das Ganze durchziehen lassen. Eier und Eigelb mit dem restlichen Zucker schaumig schlagen. Ricotta-Creme und abgekühlte Weizencreme dazugeben und alles gut vermengen. Zum Schluss das Zitronat hinzufügen. Mürbeteig ausrollen und eine gebutterte Tortenform mit etwa 30 cm Durchmesser damit auslegen. Kleinen Teigrest zurückhalten. Den Boden mit einer Gabel einstechen und die gesamte Füllung in die Form gießen. Glattstreichen und mit einem Gitter aus 7 Teigstreifen verzieren. Im Backofen 50–60 Minuten bei 180–200 Grad (Umluft) backen. Danach im ausgeschalteten, geschlossenen Backofen abkühlen lassen. Den abgekühlten Kuchen mit Puderzucker bestreuen.

Guten Appetit!

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