Auf den Spuren des Apfelstrudels

Wird auch mit Sahne serviert

Apfelstrudel frisch gebacken
Apfelstrudel frisch gebacken © Österreich Werbung Wolfgang Schardt

Diese Süßspeise aus Österreich ist eine Sünde wert.

Auf den Spuren des Apfelstrudels. Wenn verreisen momentan nicht möglich ist, kann ein Rezept die Kultur eines anderen Landes vermitteln. So kann man sich auch auf eine Reise begeben und vom nächsten Urlaub träumen.

Kaiserin Maria Theresia ist es zu verdanken, dass der Apfelstrudel im 18. Jahrhundert zum süßen Star auf den Desserttellern wurde und heute als Nationalgericht gilt: Sie liebte die mit frischen, saftigen Äpfeln, Zimt, Rosinen und Zucker gefüllte Süßspeise im hauchdünn gezogenen Strudelteig, der beim Abbeißen knusprig schmeckte und so schön dampfte, wenn er ofenfrisch serviert wurde. Das älteste Apfelstrudel-Rezept stammt sogar schon aus dem Jahr 1696. Die große Kunst dabei ist es, den Teig so dünn auszuziehen, dass er durchsichtig wird.

Liebe auf den ersten Biss

Mit diesem Rezept schmeckt und gelingt der Apfelstrudel wie das Original aus Wien. Das Geheimnis ist die Fülle: Äpfel, Rosinen, Nussbrösel und Zimt.

Zubereitung

Teig nach Wunsch selbst zubereiten bzw. gekauften Teig vorbereiten. Rosinen mit Rum beträufeln und ziehen lassen. Für die Nussbrösel die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen. Semmelbrösel zugeben und bei maßvoller Hitze langsam goldbraun rösten. Gegen Schluss die Nüsse einrühren, kurz durchrösten und wieder vom Herd nehmen.

Äpfel schälen, blättrig schneiden und rasch mit Zitronensaft beträufeln. Dann, je nach Säure der Äpfel, mehr oder weniger Zucker beigeben, Nelkenpulver sowie eine kräftige Prise Zimt untermischen. Backrohr auf 180 °C Heißluft vorheizen, eine passende Backform mit Butter ausstreichen.

Den vorbereiteten Strudelteig am besten so aufbereiten, dass der Strudel dann auf einem Backpapier zu liegen kommt. Nussbrösel auf etwa die Hälfte des Teiges verteilen. Äpfel sowie Rosinen darüber streuen. Restliche Teigfläche großzügig mit flüssiger Butter bestreichen, Ränder seitlich einschlagen und den Strudel einrollen. Die Enden gut verschließen und den Strudel mithilfe des Backpapiers in die Form heben. (Bei Blätterteig die Apfelfülle in der Mitte auftragen, Seiten und Ränder zur Mitte hin zusammenklappen und die Verschlussstellen gut festdrücken.)

Je nach Teig mit flüssiger Butter (Strudelteig) oder Ei (Blätterteig) bestreichen und 40 – 50 Minuten goldbraun backen (Blätterteig etwas kürzer backen). Fertigen Strudel herausheben, überkühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen. Lauwarm oder kalt auftragen.

Wussten Sie…?

Lo strudel, štrudl, štrudla und štrukli – so bezeichnen unsere Nachbarn in Italien, Slowenien, der Slowakei oder in Tschechien den süßen Traum aus luftigem Teig und saftiger Fülle. Doch in die englische Alltagssprache hat es nur das deutsche Wort „Strudel“ geschafft. Ein kräftiges Symbol dafür, wie berühmt der Wiener Apfelstrudel mittlerweile international geworden ist. Darüber gerät leicht in Vergessenheit, dass das feine Backwerk vor seiner Einbürgerung in Wien einst den weiten Weg von Arabien über das Osmanische Reich und den Balkan hinter sich bringen musste. Doch die lange Reise hat sich gelohnt!

Apfelstrudel Zubereitungszeit: 70 Minuten Portionen: 8 – 10

Strudel- oder Blätterteig

Ca. 1,5 kg Äpfel

80 – 100 g Zucker nach Bedarf

4 EL Rosinen

Rum

Zitronensaft

Zimt

Gewürznelkenpulver

Staubzucker zum Bestreuen

reichlich flüssige Butter oder evtl. 1 Ei zum Bestreichen

Für die Nussbrösel

 

100 g Semmelbrösel

3 EL Butter

3 EL geriebene Haselnüsse

 

1 Kommentar

  1. Was heißt eine Sünde wert. Ein guter Apfelstrudel ist gleich mehrere Sünden wert. Aber leider schlägt bei meinen Pfunden zu.

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