Mineralwasser und Wein – ein echtes „Dream-Team“

Weinliebhaber schätzen natürliches Mineralwasser

"obs/Informationszentrale Deutsches Mineralwasser/Fotograf: Christoph Assmann/Berl"
"obs/Informationszentrale Deutsches Mineralwasser/Fotograf: Christoph Assmann/Berl"

Serviert wird Mineralwasser pur zu einem leichten Rotwein oder als Weißweinschorle gemischt.

Weinliebhaber schätzen natürliches Mineralwasser als vielseitigen „Begleiter“. Doch welches Mineralwasser passt zu welchem Wein? Bei der Auswahl spielen der Mineralstoffgehalt und die Kohlensäure eine wichtige Rolle. Mineralwasser-Sommelière Soledad Sichert erklärt, worauf es ankommt.

In Kombination mit Wein kann natürliches Mineralwasser verschiedene Funktionen erfüllen: Es umspült den Gaumen, reinigt die Geschmacksknospen und bereitet so auf den Geschmack des Weines vor. Daneben liefert Mineralwasser dem Körper erfrischende Flüssigkeit und betont die geschmacklichen Charakteristika eines Weines. Mit seiner jeweiligen Mineralisierung kann sich Mineralwasser positiv auf die Aromenvielfalt auswirken.

„Mineralwasser und Wein aus der gleichen Region ergänzen sich grundsätzlich gut, denn schließlich stammen sie von den gleichen Böden“, erklärt Mineralwasser-Sommelière Soledad Sichert. Die gleichen Mineralstoffe beeinflussen den Geschmack beider Getränke in ähnlicher Weise. Bei stark mineralhaltigen Böden, wie sie beispielsweise in Regionen vulkanischen Ursprungs vorkommen, gilt dies jedoch nicht immer. Denn Mineralwässer aus solchen Regionen sind oft stärker mineralisiert und damit vom Geschmack sehr charaktervoll.

Stilles Mineralwasser zu Rotwein trinken

Während Rotweine am besten von eher stillen und sanft mineralisierten Mineralwässern begleitet werden, die die Gerbstoffe harmonisieren, ist die Auswahl bei Weißweinen komplexer. „Zu säurebetonten Weißweinen wie Riesling passt ein Mineralwasser mit wenig Kohlensäure, da zu viel Kohlensäure hier die Säure des Weines verstärken könnte. Bei dezenten Weißweinen wie z. B. Grauburgunder empfehle ich jedoch ein Mineralwasser mit mittlerem, aber am besten mit starkem Kohlensäuregehalt, das den Wein beleben kann“, so die Expertin.

Welche Mineralstoffe ein Mineralwasser enthält, verrät ein Blick auf das Flaschenetikett. Jedes Mineralwasser verfügt aufgrund seiner Ursprungsregion über einen individuellen Mineralstoff-Mix, der zusammen mit dem Kohlensäuregehalt den Geschmack beeinflusst. Die über 500 deutschen Mineralwässer bieten damit vielfältige Möglichkeiten, eine passende Kombination für ganz unterschiedliche Weine zu finden.

Bei allen Empfehlungen gilt jedoch: Geschmack und Genuss beruhen auf individuellen Wahrnehmungen. „Das richtige oder falsche Mineralwasser zum Wein gibt es nicht, aber es gibt Wässer, die mit bestimmten Weinen ein echtes Dream-Team bilden. Meine Tipps sollen motivieren und anregen, Neues auszuprobieren und zu entdecken“, betont Mineralwasser-Sommelière Soledad Sichert.

Welches Mineralwasser passt zu welchem Wein?

Zu jungen, säurebetonten Weißweinen wie Riesling oder Sauvignon Blanc bieten sich Mineralwässer mit wenig Kohlensäure an. Ein hoher Gehalt an Kohlensäure würde sich zur Säure des Weins addieren und könnte zu einem unangenehmen Mundgefühl führen.

Junge, dezente Weißweine wie Grauburgunder vertragen etwas mehr Pep! Hier passen Mineralwässer mit viel Kohlensäure und sanfter Mineralisierung.

Zu Weißweinen aus dem Holzfass – erkennbar z. B. am Hinweis „Barrique“ – können Mineralwässer mit ein wenig Kohlensäure und einem höheren Mineralstoffgehalt dafür sorgen, dass der Wein lebendiger und frischer erscheint und das Weinerlebnis somit intensiviert wird.

Zu Rotweinen empfiehlt sich ein stilles und leichter mineralisiertes Mineralwasser. Es harmonisiert die Gerbstoffe und den niedrigen pH-Wert, beruhigt den Gaumen und unterstreicht die positiven Eigenschaften des Rotweines deutlich.

ots

2 Kommentare

  1. Ich trinke am liebsten Weißweinschorle und hatte schon oft eine ungenießbare Schorle mit viel zu hohem Kohlensäuregehalt. Einige Restaurants sollten sich diesen Artikel wohl zu Herzen nehmen!

  2. Das kann ich mir gut vorstellen @Claudia. Ich kenne mich mit Wein überhaupt nicht aus, wurde aber damals in meinen Gastronomischen Tagen des Öfteren einfach so auf die Schank losgelassen. Und durfte dann nur hoffen, dass sich keiner beschwert.

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