Schneeschuhwandern im Fichtelgebirge

Schneeschuhwandern © erlebe.bayern - Thomas Linkel

Aktiv bleiben – auf geführten Touren die verschneite Natur erleben.

Die Ferienregion Fichtelgebirge liegt in Oberfranken/Nordbayern und reicht von Bayreuth im Westen bis zur tschechischen Grenze im Osten, im Norden bis nach Hof und im Süden bis nach Waldsassen in die nördliche Oberpfalz. Das wald- und gesteinsreiche Fichtelgebirge erhebt sich hufeisenförmig auf bis zu 1.000 Meter und gilt als eine der schneesichersten Landschaften Deutschlands.

Als europäische Hauptwasserscheide wird das Fichtelgebirge auch als Nabel Deutschlands beschrieben. Hier entspringen in einem Umkreis von 15 Kilometern die Quellen der vier bedeutenden Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und verbinden die Region mit den großen Strömen und Meeren Europas.

Eine der schönsten Arten die verschneite Natur in den Höhenlagen des Fichtelgebirges zu entdecken, ist eine ökologisch geführte Schneeschuhwanderung am Ochsenkopf, Waldstein, Epprechtstein, Kornberg oder der Kösseine. Die Touren sind so ausgelegt, dass die Lebensräume seltener Tierarten wie Luchs, Auerhahn und Schwarzspecht respektiert und dauerhaft geschützt werden. Zusammen mit einem ortskundigen Führer geht es auf ausgezeichneten Wegen über verschneite Wiesenflächen, durch Fichtenwälder, über Panoramawege und entlang von Bächlein und Weihern.

Geführte Schneeschuhwanderungen im Naturpark Fichtelgebirge

Sie reichen von der Zwei-Stunden-Wanderung über Halb- und Ganztagestouren bis zu Ausflügen mit Übernachtung. Die Ausrüstung kann ausgeliehen werden. Startpunkte sind unter anderem der Berggasthof „Bayreuther Haus“ südwestlich von Mehlmeisel (leichte Tour durch Hochwald rund um den Berggasthof, drei Stunden Dauer) und der Parkplatz an der Ochsenkopfbahn Süd in Fleckl (mittelschwere Tour zum Ochsenkopf-Seehaus, vier bis fünf Stunden Dauer). Auch der Fichtelgebirgsverein führt auf Schneeschuhen durch die verschneite Landschaft, in der Hochsaison je nach Wetter sonntags und mittwochs.

Ein umfangreiches Angebot finden Schneeschuhgeher während des 5. Deutschen Winterwandertags, der vom 18. bis 22. Januar 2023 in der Erlebnisregion Ochsenkopf stattfindet. „Ein Winterwandertag im Fichtelgebirge bietet nicht nur Wanderungen in der frischen Luft Oberfrankens. Er ist insgesamt ein Ereignis zum Wohlfühlen. Im Fichtelgebirge findet man Thermen, vielfältige Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten und dazu eine erstklassige regionale Küche“, verspricht der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Grußwort zum Event.

Mehr Infos auf: fichtelgebirge.bayern und winterwandertag-ochsenkopf.de

Panorama-Tour zwischen Wülfersreuth und Schweinsbach

Die leichte Schnuppertour beginnt am Wanderparkplatz „Am Kellerhaus“ in Wülfersreuth bei Bischofsgrün – eine Runde zwischen zwei Rodungsinseln mit Ochsenkopf- und Frankenwald-Blick, dazu Waldpassagen. Man startet nach Osten, findet am Waldrand die Markierung des Schneeschuhwegs (stilisierter Schneeschuhläufer) und folgt diesem durch den Fichtenwald bis zur Kreuzung mit einem Forstweg. Hier links abzweigen und einen Kilometer das Forststräßchen entlang.

Man trifft dann auf den Rundweg 3 und den Schneeschuhweg, die zum Waldgasthaus „Schweinsbach“ leiten. Anschließend geht’s über eine kleine Rodungsinsel bergauf, ehe Fichtengehölz den Wanderer aufnimmt und der markierte Schneeschuhweg nach Wülfersreuth (dort Einkehrmöglichkeit) zurückführt. Auf den weiten Fluren kann man schließlich noch Zusatzschleifen ziehen oder entlang der Siedlung zum Ausgangspunkt zurückwandern.

Charakter: leicht, Länge: 5 Kilometer, Höhenmeter: 130 Meter

Mehr Infos auf: erlebnis-ochsenkopf.de

Am Großen Kornberg

Die kleine Rundtour eignet sich gut, wenn man einmal das Schneeschuhgehen ausprobieren möchte. Der Große Kornberg ist 827 Meter hoch und liegt im Nordosten des Fichtelgebirges. Man kann mit dem Auto direkt an der Vorsuchhütte parken, dem Startpunkt.

Das erste Wegstück verläuft etwas steil, dafür folgt man einem schönen Pfad durch den Wald. Nach einiger Zeit erreicht man eine Skipiste und steigt an ihrem linken Rand weiter bergan, bis man die höchste Stelle mit der Schönburgwarte erreicht, von der man bei gutem Wetter einen schönen Ausblick hat. Der viereckige Turm ist 26 Meter hoch, 114 Stufen führen hinauf. Die Route verläuft weiter auf der Kornbergerallee – falls diese geräumt sein sollte, am Waldrand gehen –, biegt dann scharf nach Osten in den Martinlamitzer Weg ein und kehrt auf diesem zurück zur Vorsuchhütte.

Charakter: leicht, Länge: 5,5 Kilometer, Höhenmeter: 216 Meter

Mehr Infos und GPS-Daten auf: outdooracitve.com

 

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