In den Skiurlaub zum Jahreswechsel

Skisport macht Spass!

Für den Wintersport gut ausgerüstet gibt Sicherheit.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. Der Jahreswechsel bietet Gelegenheit für den ersehnten Skiurlaub in den Bergen. Der DSV verrät, was es vor der ersten Abfahrt in die Berge zu beachten gibt und stellt die wichtigsten Tipps von A bis Z vor.

Auch diesen Winter wird uns das C wie Cornavirus begleiten. Besonders Ungeimpfte müssen sich auf Beschränkungen einstellen. Der Zugang zu Restaurants, Geschäften, Kultur – und Freizeiteinrichtungen ist nur noch für Geimpfte und Genese (2G) möglich. Zum Glück haben nach den aktuellen Beschlüssen Geimpfte und Genesene jetzt auch Zugang zu vielen Wintersportgebieten ohne einen Schnelltest vorlegen zu müssen.

A wie Ausdauer

Noch vor dem ersten Skitag sollten Wintersportler die Basis für eine gute Grundfitness gelegt haben. Ausdauer- und Krafttraining stärken die Muskeln und bereiten den Körper auf die bevorstehenden Anstrengungen in den Bergen vor. Denn Skifahren erfordert Koordination und Kondition. Ein solides Sommer- und Herbsttraining ist wichtig, um auf der Piste länger fit zu bleiben. Doch auch kurzfristig lässt sich noch was machen: Ein bisschen Training ist besser als gar keines! Die „Last Minute SkiGym“, die Skigymnastik-App von DSV aktiv, gibt es kostenlos zum Download im Apple App-Store und im Google Play-Store.

B wie Bindungscheck

Bindungscheck muss sein – und zwar vom Fachmann! Es wird empfohlen gerade jetzt nach der Corona-Pause die Bindung vor der ersten Abfahrt beim Sportfachhändler mit einem elektronischen Bindungsprüfgerät überprüfen zu lassen. Denn nur eine Bindung, die im Falle eines Sturzes auch richtig auslöst, kann auch vor Verletzungen schützen! Für die Ermittlung des richtigen Einstellwertes sind verschiedenste Faktoren wie etwa Fahrstil, Alter, Gewicht oder die Abnutzung der Skischuhe relevant. Deshalb sollten zur Bindungseinstellung immer beide Skischuhe mitgebracht werden.

C wie Coronavirus

Angesichts der derzeitigen Corona-Lage können sich die Regeln in den Skigebieten schnell ändern. Am besten sind Urlauber beraten sich vor dem Start in den Winterurlaub zu informieren. In Österreich informiert beispielsweise das Bundesamt für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz über die aktuellen Corona-Maßnahmen im Land. Auf der Seite „Österreich testet“ erfahren Skiurlauber, wo sich kostenlos testen lassen können. Das Tourismusportal „Myswitzerland“ informiert über Corona-Regeln für Ferien und Reisen in die Schweiz. Und wer plant, in Bayern Ski zu fahren, sollte einen Blick auf die Corona-Seiten der Staatsregierung werfen.

D wie DSV-Versicherungen

Trotz guter Vorbereitung auf den Skiurlaub ist niemand vor Skibruch und -diebstahl, vor Unfällen oder Krankheit im Ausland gefeit. Deshalb ist es unabdingbar, entsprechend abgesichert zu sein. DSV aktiv bietet umfassende und maßgeschneiderte Skiversicherungs-Pakete für nahezu alle Wintersportler. Informationen zu den einzelnen DSV-Skiversicherungen finden Sie hier.

E wie Erste-Hilfe-Set

Eine Reiseapotheke gehört zu jeder Urlaubsfahrt. Mit ihr können kleine Verletzungen oder Erkrankungen selbst versorgt werden. Der Arzt oder die Apotheke des Vertrauens geben Tipps, welchen Inhalt eine Reiseapotheke speziell für den Skiurlaub haben sollte. Als Ergänzung bieten sich in diesem Winter FFP2-Masken und Corona-Schnelltests an. Sportfachgeschäfte bieten vielerorts auch Erste-Hilfe-Taschen für Skifahrer an, die neben Pflastern, Wundkompressen und Binden auch mit einem Dreieckstuch und einer Rettungsdecke ausgestattet sind.

F wie FIS-Verhaltensregeln

Anders als im Straßenverkehr existieren für die Piste keine gesetzlich festgelegten Regelungen. Als Maßstab für rücksichtsvolles Verhalten dienen jedoch die FIS-Verhaltensregeln, die unter anderem vom Juristischen Beirat des DSV entwickelt wurden. Sie sind als Norm anerkannt und werden vor Gericht für die Urteilsfindung herangezogen. Die gegenseitige Rücksichtnahme ist dabei am wichtigsten!

Die FIS-Verhaltensregeln und DSV-Tipps gibt’s hier zum Nachlesen

G wie Geschwindigkeit

Die Fahrgeschwindigkeit sollte beim Skifahren stets dem Können entsprechen, um auch bei unvorhergesehenen Situationen wie Eisplatten, Bodenwellen oder Behinderungen durch andere Skifahrer noch rechtzeitig vorbeisteuern oder bremsen zu können. Jeder Wintersportler muss sein Tempo und seine Fahrweise außerdem auch den Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.

H wie Helmpflicht

In Deutschland besteht zwar keine Helmpflicht, aber die Tragequote liegt mittlerweile bei 80 bis 90 Prozent. Aus gutem Grund: Ein optimaler Kopfschutz hilft im Fall eines Unfalls oder Zusammenstoßes, schwerwiegende Kopfverletzungen zu vermeiden. Wichtig ist, dass der Helm optimal sitzt, gut durchlüftet ist, warmhält und der Sicherheitsverschluss geschlossen ist. Übrigens: In Italien, Österreich, Kroatien und Slowenien gilt eine gesetzliche Helmpflicht für Kinder und Jugendliche!

I wie Impfnachweis

Skibetrieb ja, aber wahrscheinlich nur mit Nachweis einer Impfung gegen das Coronavirus oder einer Genesung. In deutschen Skigebieten wird mindestens 2G gelten. Genauso wie in Österreich. Wer den Skiurlaub um den Jahreswechsel in den Alpen genießen will, sollte geimpft oder genesen sein und den entsprechenden Nachweis beim Ticketkauf griffbereit haben. Das geht bequem digital über das Smartphone mit der CovPass-App oder der Corona-Warn-App, die in den entsprechenden Stores erhältlich ist. Weiterführende Informationen zum digitalen Impfnachweis bietet das Bundesgesundheitsministerium an.

J wie Jacke

Eine Skijacke hält warm und die Feuchtigkeit draußen und sollte außerdem atmungsaktiv sein. Die Reißverschlüsse der Jacke müssen einwandfrei funktionieren, damit sie richtig schließen und vor Kälte und Nässe schützen.

K wie Kanten schleifen

Scharfe Kanten und gewachste Beläge garantieren nicht nur maximalen Skispaß, sie erhöhen auch die Sicherheit auf der Skipiste. Ein gut gewarteter und gepflegter Ski ist letztlich auch besser zu fahren und zu kontrollieren. Während des Skiurlaubs kann man den Belag mit Flüssigwachsen und die Kanten mit Schleifgummis nachbessern.

L wie Lawinengefahr

Gerade bei frischem Pulverschnee lockt die Versuchung, die Piste auch mal zu verlassen – leider nicht ohne ein gewisses Risiko. Mutproben sind hier alles andere als angebracht. Damit bringt man nicht nur sich selbst in große Gefahr, sondern auch die Rettungsteams, die bei einem möglichen Lawinenabgang ausrücken müssen. Ob Lawinengefahr herrscht, ist an der roten Lawinenwarnleuchte am Pistenplan zu erkennen. Infos zur aktuellen Lawinenwarnstufe sowie der Lawinenlagebericht hängen an den Kassen aus.

M wie Materialcheck

Um vom ersten Urlaubstag an ungetrübten Skispaß genießen zu können, sollte man die Skiausrüstung vorher im Sportfachhandel überprüfen lassen. Sind die Ski zu kurz, die Schuhe zu eng, die Kleidung zu klein? Das sollte noch zu Hause vor der Abfahrt kontrolliert und getestet werden. Dabei bitte beachten: Nach dem Kauf von neuen Skischuhen sollte die Skibindung unbedingt neu eingestellt werden!

N wie Non-alkoholische Getränke

Ob und in welchem Rahmen Après-Ski in diesem Winter möglich ist, bleibt fraglich. Für viele Skifahrer gehört er aber dazu. Aber bitte am Schirm oder Bar auf dem Gipfel, sondern im Tal! Regelmäßiges Trinken hält den Sportler zwar länger in Form. Alkohol hingegen hat beim Skifahren nichts verloren!

O wie Orientierung

Kilometerlange Abfahrten mit unterschiedlichen Namen und Nummerierungen, die in alle Himmelsrichtungen führen – in manch einem Skigebiet ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. In die Tasche gehört stets ein Pistenplan, in dem sämtliche Abfahrten eingetragen und auch farbig markiert sind. Auf einen Blick wird so klar, mit welchem Schwierigkeitsgrad und mit welcher Hangneigung man auf der Abfahrt rechnen muss. Einen Überblick bieten zudem die großen Panoramatafeln.

P wie Protektoren

Für jeden Fahrtyp gilt: Alles was schützt, macht Sinn. Wintersportler sollten eigenverantwortlich agieren und selbst entscheiden, welche Zusatzausrüstung für sie wichtig ist. Vor allem für Kinder sowie Abenteuerlustige, die im Funpark oder im Gelände Abwechslung zum Pistenspaß suchen und auch schon mal rasanter unterwegs sind, sind Rücken-Protektoren sehr zu empfehlen.

Q wie Qualität

Skifahrer sind in Deutschland in sogenannten „PGS“-Skigebieten bestens aufgehoben. Mit dem „Prädikat geprüftes Skigebiet“ haben die „Stiftung Sicherheit im Skisport“ (SIS) und der „Verband Deutscher Seilbahnen“ (VDS) mittlerweile 25 deutsche Skigebiete ausgezeichnet. Sie wurden zuvor auf eine optimale Sicherheit auf den Pisten überprüft. „PGS“-Skigebiete genügen den höchsten internationalen Sicherheitsstandards und tragen enorm zum Schutz der Skisportler bei.

R wie Ruhepausen

So ein Tag an der frischen Luft und mit ständiger Bewegung kann ganz schön anstrengend sein! Regelmäßige Pausen sind in jedem Fall notwendig, wenn Kraft und Konzentration nicht schon frühzeitig zur Neige gehen sollen. Kurze Stopps am Pistenrand behindern andere nicht und geben Gelegenheit, neue Energie zu tanken. Für längere Pausen können die Gipfel- und Panorama-Restaurants angesteuert werden.

S wie Skibrille

Eine Vielzahl aller Skiunfälle werden durch Wahrnehmungsfehler mitverursacht. Unabdingbar ist da die richtige Skibrille! Sie hält UV-Strahlen ab und vermeidet starke Blendungen sowie Augenreizungen durch Fahrtwind oder Schneetreiben. Gute Skibrillen verfügen über ein großes Sichtfeld, eine Antibeschlag-Beschichtung, einen UV-Schutz vor Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern (Standard „UV-400“) sowie über doppelte Gläser

T wie Timing

Generell empfiehlt es sich, früh an den Bergbahnen zu sein und die optimalen Schneeverhältnisse zu nutzen. Sind die Hänge frisch präpariert, fährt es sich etwas leichter. Außerdem geht es an den Liften und auf den Pisten meist noch etwas ruhiger zu. Weniger Trubel herrscht generell außerhalb der Ferienzeiten, besonders im Früh- oder Spätwinter, und unter der Woche.

U wie UV-Schutz

Neben Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor sind beim Skifahren auch Ski- und Sonnenbrillen Pflicht, um vor gefährlichen UV-Strahlen zu schützen. Eine Sonnenbrille mit bruchsicheren Kunststoffgläsern für die Ruhepausen an der Skihütte sowie eine Schneebrille mit UVA- und UVB-Filter auf der Piste gehören dabei nicht nur bei Kaiserwetter aufgesetzt! Gerade diffuses Licht bei Nebel erhöht die Strahlungsintensität.

V wie Verpflegung

Kleine Zwischenmahlzeiten wie Müsliriegel oder Obst füllen den Energiespeicher während eines langen Skitages immer wieder auf. Sie sind einfach zu verstauen und können über den Tag verteilt in kurzen Erholungspausen eingenommen werden. Neben dem Trinken ist die Zufuhr von Energie über kleine Snacks ebenso wichtig und hält fit!

W wie Winterreifen

Bevor es losgeht, sollten Wintersportler überprüfen, ob ihr Fahrzeug winterfest ist. Winterreifen, Frostschutz für das Kühlwasser, die Scheibenwaschanlage und Schneeketten müssen kontrolliert werden. Und: Autofahrer sollten sich unbedingt über die gesetzlichen Regelungen bezüglich Vignetten, Winterreifen, Maut, Warnwesten und Fahrzeuglicht am Tag in den Urlaubsländern informieren.

X wie X-country

Im Skiurlaub freuen sich Wintersportfans auf weiße, perfekt präparierte Pisten – doch die Skisportregionen haben weitaus mehr zu bieten. Vom Langlaufen, Winterwandern oder Rodeln bis hin zu Kutschenfahrten versprechen die vielfältigen Freizeitangebote abseits der Pisten Abwechslung und Action pur! Gerade Schneeschuhwandern und Skitourengehen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Y wie Youngster

Gerade für Kinder ist das Skifahren ein abwechslungsreicher und spannender Freizeitsport. Kindergartenkinder ab drei Jahren sind in den Zwergerl-Kursen der Skischulen bestens aufgehoben. Zwei bis drei Stunden sollte das Abenteuer im Schnee maximal dauern. Für Kinder im Vor- und Grundschulalter bieten die Kinderskikurse der Skischulen oder der ortsansässigen DSV-Skivereine die richtige Mischung aus Skiunterricht, Bergspaß und Wintersport. Die Kurse sollten mehrere Pausen sowie Abwechslung bereithalten.

Z wie Zwiebelprinzip

Generell kleiden sich Wintersportler am besten nach dem Zwiebelprinzip. Damit ist gemeint, dass man mehrere Schichten übereinander anzieht, wie die Schichten einer Zwiebel.

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