Ehrenamt kann glücklich machen

Ein wertvoller Beitrag für unsere Gemeinschaft.

Ehrenamt bei der Feuerwehr
Ehrenamt bei der Feuerwehr (Quelle/ unsplash)

Immer mehr Menschen möchten Gegenwart und Zukunft aktiv mitgestalten

Ehrenamt kann glücklich machen. Der Internationale Tag des Ehrenamtes macht auf die bedeutsame Säule unserer Gesellschaft aufmerksam. Viele Organisationen, Vereine und Einrichtungen können nur aufgrund dieses umfangreichen Engagements überhaupt erst existieren.

Neue Aufgaben im Ruhestand

Menschen die sich aus dem Berufsleben in die Rente verabschieden, empfinden am Anfang oft eine Leere im Alltag. Plötzlich ist da viel freie Zeit, Wissen und Tatendrang, während die täglichen Herausforderungen und der Austausch fehlen. Kein Wunder, dass viele im Ruhestand nach neuen Aufgaben suchen und sich so im Alter aktiv für den “guten Zweck“ einsetzen.

Der Gewinn durch die Ausübung eines Ehrenamts ist dabei alles andere als einseitig: Anderen zu helfen und Wissen und Erfahrungen weiterzugeben, macht Spaß, führt Menschen zusammen und bringt zumeist noch Anerkennung und neues Wissen. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Ehrenamtliche oft betonen, wie glücklich sie ihre Aufgabe macht. Eine große Gruppe bilden hier Rentnerinnen und Rentner: Fast die Hälfte der 65- bis 85-Jährigen engagiert sich unentgeltlich – so das Ergebnis der aktuellen Generali Altersstudie.

Ob bei der freiwilligen Feuerwehr, im Sportverein, Rettungswesen, Kirchen, Tierheimen, Naturschutzverbänden, Bürgerinitiativen oder vielfältigen sozialen Diensten und Einrichtungen. Mehr als ein Drittel der Deutschen übt ein Ehrenamt aus – teils sehr umfangreich und zeitintensiv.

Sorge und Fürsorge für nachkommende Generationen

Auch zahlreiche Studien, wie zum Beispiel von der Psychologin Tatjana Schnell, belegen, wer Wissen und Werte weitergibt und Verantwortung übernimmt erfährt Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit. In ihren Studien hat die Wissenschaftlerin viele Gründe dafür gefunden, warum Menschen einen Sinn in ihrem Leben sehen. Besonders wichtig scheint hier Generativität zu sein – also die Sorge und Fürsorge für nachkommende Generationen.

Im Gespräch mit der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ erklärt Tatjana Schnell:

„Es geht darum, in irgendeiner Weise dazu beizutragen, dass es dieser Gesellschaft und den Generationen, die nach uns kommen, gut geht. Von sich selbst abzusehen und für andere etwas zu tun, das ist es, was uns glücklich macht. Das merkt man allerdings erst, wenn man es auch tut.“

Aktiv engagieren für künftige Generationen

Neben dem Bedürfnis sich für das Gemeinwohl aktiv zu engagieren haben immer mehr Menschen auch den Wunsch “Gutes“ zu hinterlassen.

„Menschen denken nicht nur darüber nach, wem sie ihr Hab und Gut hinterlassen möchten, sondern auch darüber, künftigen Generationen ein Geschenk zu machen, Werte weiterzugeben und so in Erinnerung zu bleiben“, sagt Susanne Anger, Sprecherin der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“.

Das belegt auch eine aktuelle Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung, die die Initiative in Auftrag gegeben hat: Fast jeder und jede dritte Deutsche ab 50 Jahren kann sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation oder Stiftung im Testament zu bedenken – bei den Kinderlosen sogar mehr als die Hälfte. Gemeinnützig zu vererben ist stets auch Ausdruck einer grundsätzlichen Haltung und eröffnet – wie das Ehrenamt zu Lebzeiten – die Möglichkeit, eigene Werte an nachfolgende Generationen weiterzugeben und über den Tod hinaus wirken zu lassen.

 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.