Vitamin D für gesunde Erwachsene nicht notwendig

Foto: PeterFranz/pixelio.de

 

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Laut Forschern keine Auswirkungen auf die Knochendichte nachweisbar.

Gesunde Erwachsene brauchen Vitamin D nicht in Tablettenform zu sich nehmen, wie die University of Auckland herausgefunden hat. Das Team um Ian Reid konnte keine positiven Auswirkungen der Einnahme auf die Knochendichte nachweisen.

Die Knochendichte gilt als Indikator für Osteoporose. Experten wie Laura Tripkovic von der University of Surrey argumentieren jedoch, dass zahlreiche andere Faktoren eine Rolle spielen könnten und daher die Einnahme von Vitamin D nicht beendet werden sollte.

Daten von 4.000 Menschen analysiert

Für die in The Lancet veröffentlichte Studie analysierten die Wissenschaftler 23 Studien mit mehr als 4.000 gesunden Teilnehmern. Die britische Regierung zum Beispiel empfiehlt, dass Kinder und Menschen über 65 Jahren täglich Vitamin D einnehmen sollten. Für die aktuelle Erhebung wurde eine Metaanalyse aller randomisierten Studien durchgeführt, die die Auswirkungen der Einnahme von Vitamin D auf die Knochenmineraldichte von gesunden Erwachsenen bis zum Juli 2012 untersuchten. Die Mittel wurden zwei Jahre lang genommen.

Die Knochenmineraldichte misst die Knochenstärke und die Menge von Knochenmineral an verschiedenen Stellen des Körpers. Sie wird häufig als Indikator für das Risiko einer Osteoporose herangezogen, die zu einem erhöhten Risiko von Knochenbrüchen führen kann. Die analysierten Studien wurden unter anderem in Großbritannien, den USA, Australien, Holland, Finnland und Norwegen durchgeführt.

Obwohl die Ergebnisse keine Vorteile der Einnahme von Vitamin D identifizieren konnten, zeigte sich eine geringe, aber statistisch signifikante Erhöhung der Knochendichte am Schenkelhals nahe dem Hüftgelenk. Den Studie-Autoren nach ist dies klinisch wahrscheinlich nicht von Bedeutung.

Andere Sachlage bei älteren Menschen

Laut Reid zeigen die Forschungsergebnisse, dass gesunde Erwachsene keine Vitamin-D-Präparate einzunehmen brauchen. „Unsere Daten legen nahe, dass die Beschränkung der Einnahme auf Personen, die wahrscheinlich an einem Vitaminmangel leiden, bedeutende Ressourcen frei machen könnten, die in der medizinischen Versorgung anders besser eingesetzt wären“, unterstreicht Reid.

Clifford J. Rosen vom Maine Medical Research Institute zufolge haben diese Ergebnisse ihre Berechtigung. Er schränkt allerdings ein, dass sie nicht für alle gelten. Die Aufrechterhaltung der Vitamin-D-Versorgung bei älteren Menschen in Kombination mit einer ausreichenden Versorgung mit Kalzium durch die Nahrung bleibe ein effektiver Ansatz zur Vermeidung von Hüftfrakturen.

 

pte

 

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