Thrombose – die unerkannte Gefahr

Gerd Altmann_pixelio.de
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Während viele Krankheiten eine spezifische Ursache haben, gibt es andere, bei denen eine Kombination mehrerer Faktoren zu ihrer Entstehung beitragen. Zu dieser Gruppe gehört auch die Thrombose. Die Erkrankung tritt zwar in späteren Lebensjahren häufiger auf als in der Jugend, kann aber auch im jüngeren Lebensalter vorkommen. Die Krankheit ist gefährlich, weil sie anfangs kaum oder nur sehr unspezifische Symptome zeigt.

 

Was ist Thrombose?

Die medizinische Wissenschaft bezeichnet mit dem Begriff Thrombose die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in einem Blutgefäß. Zwar sind die Venen besonders häufig betroffen, Thrombosen können aber in allen Blutgefäßen, auch in Arterien vorkommen. Zumeist treten sie aber in den sogenannten tiefen Venen der Beine auf. Eigentlich ist die Blutgerinnung eine natürliche Schutzfunktion des Körpers. Bei einer Thrombose kehrt sich diese Schutzfunktion gegen den Körper und das betroffene Gefäß kann unter Umständen teilweise oder gar ganz verschlossen werden. Wird die Blutzufuhr zur Lunge gestört, kann es zu einer Lungenembolie kommen, sind die Herzkranzgefäße betroffen sogar zu einem Herzinfarkt.

 

Welche Ursachen gibt es und welche Faktoren begünstigen Thrombosen?

Im Wesentlichen sind drei verschiedene Ursachen bekannt:

 

– verlangsamter Blutfluss

– Schädigung der Gefäßwand

– das Blut gerinnt schneller, weil sich seine Zusammensetzung verändert hat

 

Die Entstehung einer Thrombose kann auf verschiedene Weise „gefördert“ werden. Dazu zählen zum Beispiel Arterienverhärtung, die durch übermäßiges Rauchen ausgelöst werden kann, Übergewicht, Diabetes, Rauchen, Bewegungsmangel, Krampfadern, aber auch Schwangerschaft und Geburt sowie größere Operationen mit anschließender längerer Bettruhe. Auch gewisse Medikamente, wie zum Beispiel orale Kontrazeptiva oder Hormonpräparate zur Bekämpfung von Problemen in den Wechseljahren können Thrombosen begünstigen. Die Häufigkeit der Erkrankung nimmt bei Männern ab dem 50. und bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr zu. Entgegen landläufiger Meinung sind Thrombosen durch langes Sitzen während Flug- oder Busreisen relativ selten.

 

Wie zeigt sich eine Thrombose und wie wird sie diagnostiziert?

 

Leider sind die Anfangssymptome oft unspezifisch. Das betroffene Bein oder der Arm schmerzt, besonders unter Belastung. Wenn das Bein hochgestellt wird, verschwindet der Schmerz langsam. Die betroffenen Gliedmaßen können anschwellen und sich heiß anfühlen. Venen an der Oberfläche werden stärker sichtbar. Ob eine Thrombose vorliegt, kann der Arzt mit einer Ultraschalluntersuchung oder einer Röntgenaufnahme mit Kontrastmitteln feststellen.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

 

 

Eine operative Entfernung des Blutgerinnsels wird nur in Ausnahmefällen vorgenommen. Zumeist wird eine medikamentöse Therapie eingesetzt, bei der über einen längeren Zeitraum Arzneien, wie beispielsweise Heparin verabreicht werden, die das Blutgerinnsel langsam auflösen. Die Therapie wird durch Druckverbände bzw. Kompressionsstrümpfe unterstützt. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Die Therapie währt üblicherweise mindestens 3 Monate. Darüber hinaus können Medikamente, die die Fließfähigkeit des Blutes positiv beeinflussen, zur vorbeugenden Behandlung eingesetzt werden.

 

Durch eine gesunde Lebensweise kann das Risiko einer Thrombose deutlich verringert werden. Dazu zählen beispielsweise ausreichend Bewegung, wenig oder kein Alkohol, Vermeidung von Übergewicht und der Verzicht auf das Rauchen.

 

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