Spaziergänge für ein besseres Wohlbefinden

Ausprobieren und Erfahrung sammeln

Frühlingsspaziergang
Frühlingsspaziergang ©Çiĝdem B ü y ü k t o k a t l ı_pixelio.de

In der Corona-Zeit erlebt das Spazierengehen einen wahren Boom.

Spaziergänge für ein besseres Wohlbefinden. Wie man das möglichst ergiebig und kreativ machen kann, darüber hat die Schweizer Autorin Sabine Claus ein Buch geschrieben.

20 Spaziergänge, Buchtipp: Auf dem Weg
20 Spaziergänge, Buchtipp: Auf dem Weg

Unser Buchtipp: „Auf dem Weg“

20 Spaziergänge für das seelische Wohlbefinden» ein vielseitiges Taschenbuch. Das Thema wirkte noch vor wenigen Wochen etwas aus der Zeit gefallen. Das hat sich mit Corona schlagartig geändert. Heute erlebt Spazierengehen eine ungeahnte Renaissance. Neben Joggern sieht man dieser Tage ungewöhnlich viele Menschen, die spazierend dem häuslichen Exil und dem Homeoffice entfliehen. Bewegungsfreiheit ist zum wertvollen Gut geworden. Ein Blick ins Buch von Sabine Claus enthüllt, warum ein einfacher Spaziergang unmittelbar belebend wirkt.

Spazieren als Notwendigkeit in Zeiten der Krise

Spazieren geht man aus Freude am Gehen ohne räumliches Ziel. Die leichte rhythmische Bewegung unter freiem Himmel wirkt ganzheitlich: Ein Spaziergang kurbelt das Immunsystem an und wirkt heilsam auf die Psyche. Ein Spaziergang regt an, ohne zu überfordern. Ein Spaziergang gibt mehr Energie, als er kostet. Spazieren ist ein Gang in die Welt und zugleich ein Gang nach Innen. Wie die Perlen einer Kette reiht sich Eindruck um Eindruck aneinander. Einsichten, Aussichten oder Begegnungen machen jeden Spaziergang einmalig. Man fühlt sich bereichert, wieder in Verbindung mit der Natur und mit sich selbst. Der Soziologe Hartmut Rosa nennt dies «Resonanz».

«Ich wollte verstehen, warum sich das Wohlbefinden innert kurzer Zeit deutlich verbessert» begründet die Autorin ihr Buchprojekt. Sie geht seit Jahren regelmäßig mit seelisch belasteten Menschen spazieren. Mit Streifzügen durch Psychologie und Medizin, Literatur und Geschichte erkunden die Leserinnen und Leser den Zusammenhang zwischen Gehen, Denken und Fühlen. So lässt sich erfahren, warum wir beim Spazieren Stress und Anspannung reduzieren, uns rasch entspannen, kreativer werden, einfacher Probleme lösen können, achtsamer sind und Sinn erleben. Selbst im professionellen Bereich wird nun spaziert: Meetings in Kleinstgruppen finden draußen statt, ebenso Paar- und Gruppentherapie.

Ideen für 20 Spaziergänge – jeder einzelne ein Unikat

Die Autorin bietet in ihrem Buch 20 Spaziergänge mit unterschiedlichem Fokus. Der Mensch, sein Innenleben und die Außenwelt finden Schritt für Schritt zusammen. Sie entschied sich bei der Auswahl der Spaziergänge für drei Bereiche, die Kopf und Körper guttun:

Achtsame Spaziergänge, z.B. nachts, barfuss oder ganz Ohr

Spaziergänge zum Umgang mit Gefühlen, z.B. problemlösend, beruhigend oder heilend

Spaziergänge für die aktive Lebensgestaltung, z.B. für die Beziehung, für die Kreativität, für den Neubeginn

Sicherheit beim Spazieren in der Corona-Zeit

Darf ich überhaupt noch raus? Ja, man darf – und sollte sogar, sofern man die Regeln beachtet: Selbstverständlich gilt auch für einen Spaziergang, sowohl beim Laufen als auch beim Verweilen, den Mindestabstand von 2 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Am besten spaziert es sich derzeit allein oder mit maximal vier Personen aus demselben Haushalt. Generationen sollten sich nicht mischen, das bedeutet: Der Spaziergang mit den Großeltern und Enkelkindern wird verschoben. Zum Schutz anderer sind die Verhaltens- und Hygieneregeln des Bundesamtes für Gesundheit einzuhalten.

Das Buch ist mit der ISBN 978-3-95571-906-7 im Verlag Jungfermann erschienen.

Zur Bestellung mit Preis von Euro 22,00.

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