Inhaltsstoffe von Nüssen sind gesundheitsfördernd

Nüsse haben gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe © Bernd Kasper / pixelio.de

Nüsse können das Wachstum von Krebszellen im Darm reduzieren.

Forscher der Universität Jena haben ihre neue Studie im Fachmagazin „Molecular Carcinogenesis“ veröffentlicht. „Bereits seit längerem wissen wir, dass Nüsse voller Inhaltsstoffe stecken, die gut sind für das Herz-Kreislaufsystem, die vor Übergewicht schützen oder Diabetes“, sagt die Jenaer Ernährungswissenschaftlerin Wiebke Schlörmann.

Schutzmechanismen identifiziert

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Nüssen beruht unter anderem darauf, dass die körpereigene Abwehr zur Entgiftung von reaktiven Sauerstoffspezies aktiviert wird. Solche Substanzen, die beispielsweise durch ultraviolette Strahlung oder verschiedene Chemikalien entstehen, können Zellschäden verursachen, die zur Krebsentstehung führen.

Macadamia-, Hasel- und Walnuss sowie Mandeln und Pistazien untersucht

„Der Körper verfügt aber über eine ganze Reihe von Schutzmechanismen, die reaktive Sauerstoffspezies unschädlich machen“, so Schlörmann. Diese, so haben die Jenaer Ernährungswissenschaftler nun gezeigt, werden durch Nüsse und ihre Inhaltsstoffe angekurbelt. Untersucht haben die Forscher die Wirkung von insgesamt fünf verschiedenen Nusssorten: Macadamia-, Hasel- und Walnuss sowie Mandeln und Pistazien. Dazu sind die Nüsse künstlich – im Reagenzglas – „verdaut“ worden.

Programmierter Zelltod induziert

Die entstandenen Verdauungsprodukte haben die Wissenschaftler anschließend auf ihre Wirksamkeit an Zelllinien untersucht. Dabei haben sie festgestellt, dass etwa die Aktivität der Schutzenzyme Katalase und Superoxiddismutase in den behandelten Zellen ansteigt. Außerdem wird durch die Verdauungsprodukte in den behandelten Krebszellen der sogenannte programmierte Zelltod induziert.

„Diese Wirkung haben wir bei allen untersuchten Nusssorten nachweisen können“, unterstreicht Michael Glei, der die Studie geleitet hat. In einem nächsten Schritt wollen er und sein Team nun herausfinden, ob diese Schutzwirkung durch das Rösten der Nüsse beeinträchtigt wird. Da die meisten der untersuchten Nüsse vorwiegend geröstet verzehrt werden, lasse sich davon möglicherweise eine entsprechende Ernährungsempfehlung ableiten.

pte

 

 

 

2 Kommentare

  1. Zum Glück esse ich gerne Nüsse.
    Allerdings wäre es interessant zu wissen, welche Menge man verzehren „müsste“ um wirklichen einen Effekt zu erzielen.

  2. Ja und vor allem muss man bei Nüssen auch sehr auf die Kalorien achten.
    Die kleinen Dinger haben es nämlich ganz schön in sich!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.