Test sagt Alzheimer voraus

Alzheimerrisiko verändert Reaktionen

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Labyrinth: Alzheimerrisiko veraendert Reaktionen ©-pixelio.de-Ch.-Haase

Genetisches Risiko verändert räumliche Orientierung signifikant.

Alzheimer kann Jahrzehnte vor dem Einsetzen der Krankheit mit einem Test, der auf dem Einsatz von virtueller Realität beruht, nachgewiesen werden. Zu diesem Ergebnis ist das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen gekommen. Personen zwischen 18 und 30 Jahren wurden ersucht, sich durch ein virtuelles Labyrinth zu bewegen. Ziel war es, die Funktion bestimmter Gehirnzellen zu testen.

Bessere Diagnose als Ziel

Einem „Science“-Bericht zufolge konnten Teilnehmer mit einem hohen genetischen Alzheimerrisiko aufgrund ihres Abschneidens bei diesem Test identifiziert werden. Diese Studienergebnisse sollen in Zukunft Fortschritte bei Erforschung, Diagnose und Behandlung von Alzheimer ermöglichen.

Laut dem Team um Lukas Kunz bewegen sich Personen mit hohem Erkrankungsrisiko anders durch das Labyrinth. Diese Ergebnisse könnten helfen zu verstehen, warum es für Demenzpatienten eine Herausforderung bedeuten kann, sich in der Welt zurechtzufinden. „Unsere Erkenntnisse könnten grundlegend neue Rahmenbedingungen für die präklinische Forschung ermöglichen und auch eine neurokognitive Erklärung für die räumliche Desorientierung der Betroffenen sein.“

Nicht nur Gene relevant

Laura Phipps von Alzheimer’s Research UK betont, dass sich die aktuelle Studie auf gesunde junge Menschen mit einem erhöhten genetischen Erkrankungsrisiko konzentriert. Es sei nicht sicher, dass diese Teilnehmer an Alzheimer erkranken werden. Der Expertin nach gibt es zahlreiche Risikofaktoren für Alzheimer, wie zum Beispiel das Alter, Gene oder den Lebensstil.

pte

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