Krankheitsverlauf und Stadien beim schwarzen Hautkrebs

© Petra Bork / pixelio.de

Krankheitsverlauf  beim schwarzen Hautkrebs geht schrittweise.

Wie andere Tumoren auch, entwickelt sich der schwarze Hautkrebs, auch als malignes Melanom bekannt, schrittweise. Es kann auf bereits vorhandenen Muttermalen oder vollkommen unauffälliger, gesunder Haut entstehen. Ursache für diese bösartige Entwicklung ist im Wesentlichen eine Schädigung der DNA der betreffenden Zellen, bei der vor allem UV-Strahlung eine große Rolle spielt.

Im weiteren Krankheitsverlauf vermehren sich diese beschädigten Zellen  und lösen das Tumorwachstum aus. So entsteht zunächst ein örtlich begrenztes malignes Melanom in der obersten Hautschicht. In diesem Stadium ist das Risiko einer Metastasierung, das heißt, einer Ausbreitung des Krebses in anderen Körperteilen, noch gering – wenn das Melanom frühzeitig erkannt und behandelt wird. Denn in der ersten Wachstumsphase wächst der Tumor zunächst horizontal, das bedeutet, er vergrößert sich in der Breite.

Die zweite Wachstumsphase erfolgt dann vertikal – der Krebs wächst in die Tiefe und durchdringt auch die zweite und dritte Hautschicht. Hier kann er Anschluss an Blut- und Lymphgefäße erhalten. Über diese Gefäße können die bösartig veränderten Zellen des Melanoms dann in die Lymphknoten sowie andere Organe transportiert werden und dort Metastasen bilden.

Bei Verdacht auf ein malignes Melanom werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um eine sichere Diagnose zu erhalten. Bestätigt sich der Verdacht, entscheidet der Arzt über die im Einzelfall geeignete Behandlungsoption. Grundlage dafür ist in erster Linie das sogenannte Tumorstaging. Um eine Einschätzung zum Krankheitsverlauf und die Entscheidung für eine Therapie treffen zu können, wird nach der Diagnose zunächst bestimmt, in welchem Stadium sich das maligne Melanom befindet. Hierzu werden verschiedene Tumoreigenschaften untersucht und beurteilt.

Grundsätzlich werden vier Stadien unterschieden:

Stadium I und II schließen alle Tumoren ohne regionäre, das heißt, über das direkte Umfeld des Tumors hinausgehende, Metastasierung und ohne Fernmetastasierung ein. Im Stadium III sind bereits Lymphknoten befallen. Bei einem malignen Melanom im Stadium IV hat der Tumor bereits Fernmetastasen in anderen Körperregionen gebildet.

Je nach Stadium können noch weitere, feinere Unterteilungen vorgenommen werden. Die Prognose für Patienten, die an einem malignen Melanom erkrankt sind, hängt maßgeblich vom Stadium der Erkrankung ab.

 

 

 

 

 

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