Für immer jung mit Golf?

Rainer Sturm / pixelio.de

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Eine Anleitung für alle die mit Golf beginnen möchten:

Ein potentieller Golfeinsteiger hat gegen mehrere Vorurteile zu kämpfen, die sich aber allesamt leicht entkräften lassen.

1. Golf ist nicht teuer: Es gibt Clubs, wo die Einschreibgebühr und die Jahresmitgliedschaft gemeinsam um rund 300 Euro zu haben sind. Es gibt auch Clubs, wo man probeweise für ein geringes Entgelt ein Jahr dabei ist, und sich erst dann endgültig entschließen muss.

2. Golf ist kein exklusives Vergnügen, das auf die oberen Zehntausend beschränkt ist, schon allein rechnerisch nicht. Laut Statistik des Österreichischen Golfverbandes ÖGV gibt es in Österreich knapp 100.000 Golfer, und diese Zahl wächst jährlich um etwa zehn Prozent. Einige Clubs in Österreich haben neben ihren 18-Loch-Anlagen, die ausschließlich Golfern mit Handicap zur Verfügung stehen, so genannte Kurz- oder Kompaktplätze gebaut.

3. Golf ist für jedes Alter geeignet. Es ist nie zu früh, damit zu beginnen. Und es ist nie zu spät, es zu erlernen. Die stetig wachsenden Seniorentouren in Österreich zeigen, dass man bis ins hohe Alter eine Riesenhetz bei diesem Sport haben kann. Zudem belastet Golf den Bewegungsapparat deutlich weniger, als etwa Tennis.

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4. Golf ist ein Sport: Man kann es durchaus mit dem gleichen Ehrgeiz betreiben wie Tennis oder Joggen, kann stundenlang auf der Driving-Range üben, Krafttraining machen und mit gesunder Ernährung das Beste aus seinem Körper herausholen. Ehrgeizlinge werden schnell grandiose Erfolgserlebnisse verspüren. Doch auch Menschen, die es gemütlich angehen, haben in relativ kurzer Zeit Spaß am Spiel: Sobald der Ball einmal fliegt, hat man das schlimmste hinter sich.

Der Grundgedanke von Golf ist simpel:

Sie müssen bloß einen Ball mit sowenig Schlägen wie möglich von einem Punkt des Platzes in ein Loch am Putting-Grün spielen.

So die Theorie. Die Praxis macht diese unerträgliche Leichtigkeit jedoch erträglich. So gut wie alles wird reglementiert: Daran merkt man, dass dieses Spiel bereits Jahrhunderte alt ist. Das Regelbüchlein des R & A Golfclub of St. Andrews (der obersten Instanz in Sachen Golf) gibt vor, was alles zum Platz gehört, wo der Ball landen darf, wo nicht und was passiert, wenn er dort landet, wo er es eigentlich nicht dürfte.

Schnuppern Sie mal hinein, damit Sie wissen, was auf Sie zukommt:

Abschlag/Tee-Box: Der erste Schlag erfolgt vom Abschlag oder vom Tee. Das ist jener Teil des Platzes, der durch zwei Markierungen festgelegt ist. Nur dort darf der Ball (innerhalb zweier Schlägerlängen von der Markierung aus nach hinten) aufgeteet werden. Zumeist gibt es für Damen und Herren je nach Spielstärke jeweils verschiedene Abschläge.

Fairway: Die kurzgemähte Rasenfläche zwischen Tee und Grün.

Bunker: Der Bunker ist ein Hindernis in der Form einer oft vertieften Bodenstelle, die mit Sand oder ähnlichem Material gefüllt ist.

Rough: Das Rough ist hohes, nicht gemähtes Gras oder Gestrüpp und grenzt das Fairway nach außen ab.

Out-of-bounds: Eine mit weißen Pfählen markierte Fläche, die nicht mehr zum Golfplatz gehört. Von dort ist das Spielen des Balles verboten. Wer seinen Ball ins “Out-of-bounds” schlägt, wird mit einem Strafschlag bestraft.

Wasserhindernis: Teile des Platzes, die normalerweise mit Wasser gefüllt sind. Es gibt zwei Arten: frontal (mit gelben Pflöcken markiert) und seitlich (mit roten Pflöcken gekennzeichnet).

Vorgrün: Kurzgemähte Fläche, die das Grün umrandet.

Grün/Green: Die gesamte Fläche um das Loch, zum Putten besonders kurz gemäht oder von der Spielleitung entsprechend bezeichnet.

Flaggenstock/Fahne/Pin: Steckt in der Mitte des Lochs, um dessen Position am Grün anzuzeigen. Der Querschnitt muss kreisförmig sein.

Loch: Das Ziel am Grün, in das der Ball gespielt werden soll bzw. muss – je nach Spielart. Das Loch muss einen Durchmesser von 10,8 Zentimetern haben und mindestens 10 Zentimeter tief sein.

Haben wir Sie neugierig gemacht?

© Österreichischer Golfverband

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