Top-Gewinne der Autobauer trotz Absatzeinbruch

Tesla Roadstar © Rudolpho Duba/pixelio.de

Weltweit erwartet die Autobranche ein schwieriges Schlussquartal.

Top-Gewinne der Autobauer trotz Absatzeinbruch. Die 16 größten Autokonzerne der Welt haben im dritten Quartal 2021 mehr Gewinn erwirtschaftet als je zuvor – trotz Lieferengpässen und Absatzeinbußen in Zeiten von Corona. Laut einer Analyse der Unternehmensberatung Ernst & Young ist der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf 23,1 Mrd. Euro geklettert und erreicht damit ein neues Rekordniveau.

Weiter starke Performance

„Trotz rückläufigem Absatz ist die Gewinnsituation bei den Top-Autokonzernen teils ausgezeichnet. Die Halbleiterkrise beeinflusst den Absatz, nicht aber die Performance der Konzerne“, sagt Axel Preiss, Leiter Advanced Manufacturing & Mobility bei EY. Laut der Analyse verringerte sich der Gesamtumsatz der Konzerne um 1,6 Prozent auf 371 Mrd. Euro, wobei jeweils die Hälfte der Firmen ein Umsatzplus beziehungsweise -minus auswies. Noch deutlich kräftigere Einbußen – um 16 Prozent – wurden beim Absatz verzeichnet: 13 Unternehmen verkauften weniger Pkw als im Vorjahreszeitraum, nur drei Konzerne konnten ihren Absatz steigern.

Dank der insgesamt guten Gewinnentwicklung stieg die durchschnittliche Marge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 6,2 Prozent auf sieben Prozent. Mit einer Marge von 14,6 Prozent konnte sich Tesla an die Spitze des Margenrankings setzen – gefolgt von BMW (10,5 Prozent), Toyota (9,9 Prozent) und Daimler (9,2 Prozent). Trotz des Umsatz- und Absatzrückgangs konnte die Mehrheit der Unternehmen ihren Börsenwert im Verlauf dieses Jahres steigern: In Summe kletterte die Marktkapitalisierung der 16 untersuchten Automobilhersteller seit Jahresbeginn um 41 Prozent auf zwei Bio. Dollar – wovon eine Bio. Dollar allein auf Tesla entfallen.

Absatzmarkt China stottert

Die Lage bleibt jedoch zu beobachten. Denn laut EY lagen alle wichtigen Märkte im dritten Quartal deutlich im Minus – besonders stark abwärts ging es auf dem gerade für die deutschen Autobauer so wichtigen chinesischen Absatzmarkt: Der China-Absatz der analysierten Unternehmen sank um 26 Prozent, die deutschen Konzerne verzeichneten dort sogar ein Minus von 31 Prozent. „Auch China ist deutlich von der Chip-Krise betroffen, die Lage ist auf diesem Markt aktuell sehr schwierig“, so Preiss. Der Anteil Chinas am gesamten Pkw-Absatz der deutschen Autobauer fiel erstmals seit 2015: von 39,4 auf 38,2 Prozent.

Dieser Beitrag könnte Sie auch interessieren:

Wie gelingt die Umstellung auf E-Autos?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.