Gebrauchte Elektroautos – Worauf muss man aufpassen

Gebrauchte Elektroautos was muss man beachten

Elektroautos Foto: Jörg-Brinckheger_pixelio.de
Elektroautos Foto: Jörg-Brinckheger_pixelio.de

Der Präsident vom Bundesverband für eMobilität im Videointerview.

Elektromobilität ist im Straßenverkehr nicht mehr wegzudenken und immer mehr Modelle erobern den Markt. Wer sich für eines der umweltbewussten Fahrzeuge entscheidet, muss mit längeren Lieferzeiten rechnen als bei PKWs mit herkömmlichen Antriebsformen. Der Haken: In der Regel denken Autofahrer über einen Fahrzeugwechsel nach, wenn der Leasingvertrag ausläuft, das aktuelle Auto defekt ist oder das Fahrzeug den persönlichen Bedürfnisse nicht mehr gerecht wird. Lieferzeiten von bis zu zwölf Monaten sind dann meistens unrealistisch. Wer sich dennoch ein Elektrofahrzeug zulegen möchte, findet auf dem Gebrauchtwagenmarkt bereits eine breite Auswahl an unterschiedlichen Modellen. wirkaufendeinauto.de, der Experte rund um den Gebrauchtwagenwechsel, hat bei Kurt Sigl, Präsident vom Bundesverband für eMobilität (BEM) nachgefragt, worauf beim gebrauchten E-Auto besonders zu achten ist und welche Rolle Deutschland beim Thema Elektromobilität in Zukunft einnehmen wird.

Worauf ist zu achten?

Interessierte finden hier das komplette Interview im Video

Beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos ist besonders auf die Kapazität des Akkus zu achten, empfiehlt Kurt Sigl: “Bei einem Alter von zwei, drei Jahren und rund 100.000 Kilometer hat man einen Verlust von ungefähr acht bis zehn Prozent, je nach Hersteller und Typ”. Die Bremsen hingegen sind zweitrangig: “Weil wir rekuperieren ja und bremsen nur noch im Notfall mit der Bremse.”

Entgegen der Annahme, dass sich Fahrzeuge mit Elektroantrieb nur für Gelegenheitsfahrer/innen eignen, rät Sigl besonders Pendlern umzusatteln: ”Maximal 80 Kilometer am Tag ist der Durchschnitts-Pendler unterwegs, da rechnet sich das Ganze natürlich auch. Vor allen Dingen, wenn man bedenkt, dass man beim Arbeitgeber laden auch kann, wenn man das vereinbart…” Öffentliche Ladepunkte gibt es genügend, sagt Sigl und betont: “Und von dem her gesehen ist es einfach eine Kopfsache und sonst nichts und wenn man sich da mal zwei Wochen mit beschäftigt hat, ist das kein Thema mehr.”  Für Sigl steht die Zukunft der Elektromobilität fest: “So wird sich dieser Markt nicht mehr aufhalten lassen…Und wir nennen es dann auch ganz gerne nicht Smartphone, sondern Smart-Car und das wird die Zukunft sein. Also es ist am Schluss nichts anderes als ein Mobiltelefon mit Rädern dran.”

Dem Kauf eines gebrauchten Elektroautos steht auch in Sachen Wartung nichts im Weg, denn “der Elektromotor als solches ist komplett verschleißfrei. Ansonsten hat man sich eigentlich nicht um viel mehr zu kümmern als ums Scheibenwischwasser und vielleicht um die Scheibenwischblätter”, betont der Präsident des BEM.  So bietet der Gebrauchtwagenmarkt die nötigen Alternativen zu den langen Lieferzeiten von neuen Elektroautos. Damit sind die Weichen für einen schnellen Wechsel hin zur elektrischen Mobilität geschaffen.

ots

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