Der SUBARU Forester 2.0 D bei uns im Test

Der SUV als Gentleman mit Geländeerfahrung.

Vor uns steht ein Fahrzeug mit klassischem Design und einer schlanken Silhouette. Obwohl der Forester sehr wohl seine Muskeln spielen lässt, ist er nicht ganz so bullig wie so mancher Wettbewerber. So sind zum Beispiel A- , B- und C-Säule relativ schmal gebaut, was wiederum den Fensterflächen zugute kommt. Der Fahrzeugkörper wirkt eher hoch als gedrungen, auch wenn die Flanken mit den ausgestellten Radkästen den Ausdruck von Belastbarkeit und Verlässlichkeit betonen.

Die ausgeprägte unter den Seitenfenstern verlaufende Sicke unterstreicht zusätzlich den SUV-Charakter des Forester. Die markante Frontpartie mit den wuchtigen Scheinwerfern, dem sechseckigen Kühlergrill und dem vorderen Stoßfänger mit Unterfahrschutz betonen die Geländetauglichkeit des Forester. Die große, tief nach unten reichende Heckklappe, sowie die bis in die Flanken reichenden roten Rückleuchten-Einheiten deuten auf hohe Praxistauglichkeit hin und akzentuieren die Breite der Karosserie. Mit den Maßen in mm (L= 4.595, B= 1.795, H= 1.695) ist der Forester ein kompaktes Fahrzeug.

Innenraum

Komfortabel der Einstieg durch tief angebrachte seitliche Schwellen, auch für kleinere Personen und dadurch eine problemlos zu erreichende höhere Sitzposition mit guter Übersicht. Eine zusätzliche Stufe mit rutschfestem Belag in den hinteren Türöffnungen vereinfacht das Ein- und Aussteigen für kleinere Kinder. Im Inneren erwartet uns eine gediegene Lederausstattung mit höhen- und längsverstellbarem Lederlenkrad, mit Lederschaltknauf,  Ledersitze (Teilleder) vorne und hinten und innen verchromte Türgriffe.

Über dem Multiinformations-Display in der Mittelkonsole kann der Fahrer auf einen Blick den aktuellen Verbrauch, Außentemperatur, Datum und Uhrzeit oder das Selbstdiagnose-Programm sehen. Das Armaturenbrett mit den Rundinstrumenten, der Navi-Bildschirm sind gut einsehbar und auch die Bedienschalter sind gut zu erreichen. Das Gleiche gilt für die 2-Zonen-Klimaautomatik. Zahlreiche Ablagen und Haltevorrichtungen für Getränke stehen zur Verfügung.

Das Gepäckraum-Volumen beträgt 505 Liter (bei umgeklappter Rücksitzlehne bis 1.564 Liter). Die große breite Ladeöffnung der Heckklappe ermöglicht einen komfortablen Zugang zum Laderaum. Erleichtert wird dies außerdem durch die elektrische Bedienbarkeit der Heckklappe über den Fahrzeugschlüssel bzw. direkt an der Heckklappe oder über einen Knopf am Armaturenbrett.

Motor

Wir fuhren den Testwagen mit dem 2.0 l Diesel 4-Zylinder-Leichtmetall-Boxermotor mit Common Rail (Hubraum:1.998 ccm) mit einer maximalen Leistung von 147 PS (108 kW). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 190 km/h. Der Spurt von 0 auf 100 erfolgt in 10,2 sec. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 5,9 l (Test: 6,5 l). Die CO2–Emission ist mit 156 g/km angegeben, das bedeutet CO2-Effizienzklasse „C“.

Wie fährt sich der SUBARU Forester 2.0 D ?

Nach dem komfortablen und problemlosen Einstieg und dem Starten des Motors überrascht uns die Laufruhe des Boxer-Motors. Kupplung und Schaltung arbeiten exakt und knackig. Mit dem Allradantrieb und 147 PS ist der Hand-Schalter mit 6 Gängen sehr gut ausgestattet und treibt den 1.6-Tonner mit Vehemenz nach vorne.

Die elektrisch servounterstütze Lenkung könnte eine etwas direktere Rückmeldung liefern, das Fahrwerk mit dem langen Radstand von 2.640 mm bietet dagegen guten Fahrkomfort, speziell auf langen Autobahnfahrten oder auf Landstraßen. Der Geradeauslauf ist makellos, die Bremsen sollten etwas kräftiger zupacken. Durch seine kompakten Abmessungen und die bereits beschriebene gute Übersicht mit Heckkamera ist der Forester auch in der Stadt gut zu handeln, obwohl der Wendekreis mit 11,4 m nur Durchschnitt ist.

Seine große Stärke beweist der Forester im Gelände. Optimale Werte in Bezug auf Bodenfreiheit, Böschungswinkel und Rampenwinkel prädestinieren den Forester zum Geländegänger 1. Grades. Das heißt auf steilen Gebirgswegen oder an diversen – eigentlich unfahrbaren Forstwegen kann er sein volles Gelände-Potential ausschöpfen. Der Forester liegt ausgesprochen stabil auf der Straße und selbst die Wankneigung hält sich in Grenzen.

Fazit

Der Forester ist für Familien und aktive Senioren eine gute Alternative. Wer gerne im Gebirge und anderen schwerer zu befahrenden Straßen unterwegs ist, hat mit dem Forester die besten Karten. Mit diesem Fahrzeug kommt man in der Stadt und über Land bestens zurecht. Als praktisches und sicheres Fahrzeug mit viel Platz und Komfort sowie einem Schuss urbanem Abenteuer hat er praktisch ein Alleinstellungsmerkmal. Weitreichende Garantien runden den guten Gesamteindruck ab. Mit einem Grundpreis von 25.900,– € (Testwagenpreis: 37.260,– €) kann er auch in diesem Kapitel punkten.

 

 

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